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Dies ist mein „Lexikon der interessanten Wissensfetzen“; wenn ich irgendwo etwas Faszinierendes erfahre, egal ob aus TV, Zeitung oder Radio, trage ich es hier ein. Das Lexikon ist dabei nicht als Konkurrenz z.B. zur Wikipedia gedacht, sondern als Ergänzung: dort findet man Artikel zu Begriffen, nach denen man sucht, während man hier Dinge und Zusammenhänge findet, die man nicht gesucht oder von deren Existenz man nicht einmal gewusst hat, die aber trotzdem sehr interessant sind (siehe hierzu auch den Wikipedia-Artikel Trivia). Entsprechend gibt es keine sinnvolle Sortierreihenfolge, zur Suche verwende man die Suchfunktion des Browsers.
Ähnliche Projekte findet man in meiner Linksammlung „Wissen“.

Auswahl der Artikel: 1–100 | 101–200 | 201–300 | 301–380

Lexikon-Inhalt: Artikel 280 bis 380

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Obwohl vom Flughafen der schottischen Insel Barra (äußere Hebriden) täglich Linienflüge angeboten werden, gibt es keinen Flugplan. Als Start- und Landebahn dient nämlich der Strand, und bei Flut ist dieser unter Wasser; Flugbetrieb kann nur bei Niedrigwasser stattfinden. Damit ist es der einzige Linienflughafen weltweit, auf dem der Flugbetrieb auf dem Strand stattfindet.

Der Flughafen von Aberdeen hat den meisten Hubschrauberverkehr - pro Jahr eine knappe halbe Million Passagiere, die zu den Bohrinseln transportiert werden. Der Flughafen Sumburgh besitzt für Helikopter statt der Landeplätze eine eigene Landebahn mit einer Länge von 550 Metern.

Vom FLughafen Westray auf den Orkney-Inseln wird der kürzeste Linienflug der Welt angeboten, nämlich zur Nachbarinsel Papa Westray mit einer Flugzeit von 2 Minuten.

http://en.wikipedia.org/wiki/Barra_Airport
http://en.wikipedia.org/wiki/Aberdeen_Airport
http://en.wikipedia.org/wiki/Westray_Airport

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Schaufelraddampfer können in flacherem Wasser als schraubengetriebene Schiffe fahren, daher wurden beispielsweise auf dem Mississippi viele Raddampfer eingesetzt.

Ein starres Schaufelrad ist ineffizient, weil das Wasser zuerst von den eintauchenden Schaufeln nach unten gedrückt und dann von den auftauchenden Schaufeln wieder nach oben geschaufelt wird; beides erfolgt nicht parallel zur Bewegungsrichtung und ist daher für den Antrieb verloren. Mit einer Exzentermechanik können jedoch die Schaufeln immer weitgehend senkrecht zur Wasseroberfläche ausgerichtet werden, was den Wirkungsgrad deutlich erhöht. Damit können Raddampfer effizienter sein als Schiffe mit Schraubenantrieb, weil die angetriebene Wassermenge größer, aber deren Geschwindigkeit geringer ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Raddampfer

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Es gibt nicht nur Fernwärme, sondern auch Fernkälte: In der kanadischen Stadt Toronto wird kaltes Wasser aus 83 m Tiefe aus dem Ontariosee entnommen, dem Fernkühlwerk zugeführt und von dort über Fernkälteleitungen mehreren Gebäuden zugeführt, die dadurch sehr viel Strom für die Klimaanlage sparen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Lake_Water_Cooling

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Bei Höhen von über 7000 m spricht man von der "Todeszone", da dort die Luft zu dünn ist, um dauerhaft dort überleben zu können. Der Sauerstofftransport im Blut erfolgt v.a. durch das Hämoglobin (nur ein ganz kleiner Teil des Sauerstoffs ist direkt gelöst), und durch ein Konzentrationsgefälle in der Lunge kann Sauerstoff in das Blut gelangen; ebenso wird in den Muskeln der Sauerstoff durch ein Konzentrationsgefälle dem Blut entzogen. Es kann also nicht der komplette Sauerstoff aufgenommen und wieder abgegeben werden. In großer Höhe ist der Sauerstoffpartialdruck zu gering, um das Konzentrationsgefälle aufrecht erhalten zu können.

Wegen der positiven Kooperativität von Hämoglobin (d.h. je mehr Sauerstoff gebunden ist, desto stärker zieht es weiteren Sauerstoff an) ist die Sauerstoffbindungskurve nichtlinear, d.h. selbst bei verringertem Sauerstoff-Partialdruck wird noch viel Sauerstoff im Blut gebunden. Unterhalb eines kritischen Wertes, der in der Todeszone erreicht wird, fällt diese Kurve jedoch steil ab, es wird nur noch wenig Sauerstoff im Blut gebunden. Übrigens kann die Sauerstoffbindungsfähigkeit u.a. durch eine reduzierte Temperatur erhöht werden; daher unterkühlt man Patienten bei Herzoperationen, und auch Tiere beim Winterschlaf profitieren davon. Auch die Abgabe von CO2 erhöht die Sauerstoffbindungsfähigkeit; dies unterstützt die Lungenfunktion (und umgekehrt die Abgabe des Sauerstoffs im Muskel).

Wenn das Hämoglobin der roten Blutkörperchen abgebaut wird, entsteht Bilrubin und weiter Sterkobilin. Dieses gibt dem Urin die gelbe Farbe, dem Kot die braune Farbe und ruft, falls diese Entsorgung nicht funktioniert, die gelbe Hautfarbe bei Gelbsucht hervor.

Da mit zunehmender Höhe immer weniger Sauerstoff vom Körper aufgenommen werden kann, sollte man meinen, die größten sportlichen Leistungen werden auf Meeresniveau erzielt. Allerdings ist dort auch der Luftwiderstand am höchsten, was bei Sportarten mit hoher Geschwindigkeit eine Rolle spielt. Beispielsweise kann ein Mensch beim Radfahren in einer Höhe von ca. 3500 m die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen - ca. 4 km/h mehr als auf Meeresniveau!

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4moglobin
http://de.wikipedia.org/wiki/Sterkobilin
http://www.wolfgang-menn.de/altitude_d.htm

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Ein Fliegenpilz wird typischerweise dargestellt mit rotem Hut und weißen Punkten, ähnlich wie ein gepunkteter Marienkäfer. Die "Punkte" beim Fliegenpilz sind jedoch Reste des Velums, das den Pilz umgibt, wenn er aus der Erde wächst. Wenn sich der Hut öffnet, reißt das Velum auf, und einzelne Bröckchen des weißen Velums verbleiben auf dem roten Schirm.

Jeder weiß, dass der Fliegenpilz giftig ist. Wenig bekannt ist dagegen, dass man ihn doch essen kann, wenn man die Huthaut entfernt und die wasserlöslichen Gifte durch langes Einweichen des Pilzes in Wasser herauslöst.

Der Grund, warum Pilze auch lange nach dem Tschernobyl-Unfall so stark radioaktiv belastet waren, liegt am Nährstoffkreislauf im Wald: Während auf den Feldern die radioaktiven Stoffe (v.a. Cäsium) in die Tiefe wandern konnten und dort an Tonminerale gebunden wurden, verrottet im Waldboden das Material an der Oberfläche und wird daher schneller von den Pflanzen wieder aufgenommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegenpilz
http://www.bfs.de/kerntechnik/faq/faq_tschernobyl.html

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Warum kann man man nicht um Ecken sehen, jedoch Geräusche um Ecken herum hören? Licht hat Wellenlängen im Bereich von 555 Nanometer, während man bei Schall z.B. beim Kammerton a' (440 Hz) eine Wellenlänge von 330 m/s / (440 1/s) = ca. 75 cm erhält. Die Wellenlänge von Schall ist also in der Größenordnung von z.B. Türen und Fenstern - dort können keine ausgedehnten Wellenfronten durchgehen (welche sich in erster Näherung geradlinig ausbreiten), sondern nur Kugelwellen, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Somit kann Schall um Ecken gehen. Aus diesem Grund verwendet man zur Ortung Ultraschall, weil dort die Wellenlänge wesentlich kleiner ist - er breitet sich also viel "gerader" aus und löst Strukturen dadurch feiner auf; mit dem Echo von tieffrequentem hörbaren Schall kann man dagegen nur Objekte erkennen, die mehrere Meter groß sind, weil bei kleineren Objekten die Kugelwellen komplett herumlaufen.

Wie kann ein Mensch eine Schallquelle lokalisieren? Die Richtung links/rechts kann man zum einen über Laufzeitunterschiede zwischen beiden Ohren (Gruppengeschwindigkeit, d.h. wann der Ton einsetzt) beurteilen, außerdem über den frequenzabhängigen Unterschied in der Lautstärke - hohe Frequenzen reichen weniger weit und sind deshalb an dem Ohr leiser, von dem die Schallquelle weiter entfernt ist.
Bei der Orientierung vorne/hinten hilft die Form der Ohrmuschel; diese wirkt als richtungsabhängiger Frequenzfilter. Problematisch ist darum das Hören mit Kopfhörern, weil dem räumlichen Klangeindruck dann die Wirkung der Ohrmuschel fehlt; darum gibt es spezielle Aufnahmen für Kopfhörer, die die entsprechende Frequenzfilterung bereits beinhalten.
Schließlich verändert sich auch die Klangfarbe je nach Entfernung, welche das Gehör mit Erfahrungswerten vergleicht.

Evolutionär entstanden sind die Ohrmuscheln übrigens aus Kiemenbögen. (Kiemen können noch mehr; beispielsweise dienen sie bei Fischen auch der Reinigung von Blut, d.h. haben die Funktion einer Niere.)

Nicht nur Delphine und Fledermäuse können Schall zur Ortung verwenden; auch der Mensch kann das lernen. Der blinde Amerikaner Dan Kish schnalzt dazu regelmäßig mit der Zunge und achtet auf die Echos; die Lautstärke sagt ihm etwas über die Entfernung und die Größe des Gegenstands, der Frequenzgehalt beschreibt ebenfalls die Größe - kleine Gegenstände reflektieren vor allem hohe Frequenzen, das Echo klingt höher. Bei nahen Gegenständen vermischen sich Schnalzlaut und Echo, der Gesamtton wird dadurch höher. Ein Auto kann Kish mit dieser Technik aus fünf Metern Entfernung erkennen. Sogar im Gelände wandern und radfahren ist für ihn möglich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lokalisation_%28Akustik%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fenohr
http://de.wikipedia.org/wiki/Organ_%28Biologie%29
http://www.worldaccessfortheblind.org/docs/Der_Spiegel.txt
http://www.worldaccessfortheblind.org/publicationandInfo.htm

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Unter Salvador Allende wurde Chile kommunistisch, als zweites Land Lateinamerikas nach Kuba. Bereits Anfang der 1970er-Jahre plante Allende ein Datennetz, um die Planwirtschaft besser steuern zu können; die ersten Anfänge des Cybersyn-Netzes wurde mit Fernschreibern realisiert.

Beim folgenden Putsch durch Pinochet wurde der Kommunismus radikal beseitigt; unter Anderem kam es zu Bücherverbrennungen, wobei man auch Bücher über Kubismus verbrannte, weil man dachte, es handele sich um Bücher über das (kommunistische) Kuba.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Chiles

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In der Straße von Gibraltar herrscht ständig eine Strömung. An der Oberfläche sorgen die Westwinde, verstärkt durch die Düsenwirkung (an beiden Ufern gibt es Berge, die auch für den Wind eine Engstelle schaffen) für eine Strömung nach Osten. Zudem ist der Wasserspiegel des Mittelmeers niedriger als der des Atlantiks, weil durch die Lage in den Subtropen mehr verdunstet als durch Flüsse nachgeliefert wird. Daher ist das Wasser des Mittelmeers salziger und damit dichter als das Atlantikwasser und strömt in der Tiefe durch die Straße von Gibraltar zurück.

Bereits in der Antike wurden diese Strömungen genutzt; Schiffe konnten nur durch einen Treibanker in der unteren Strömung vom Mittelmeer in den Atlantik gegen die obere Strömung ankommen.
Im Zweiten Weltkrieg waren es U-Boote, die die Strömungen nutzten. Um nicht in diesem ufernahen Bereich gehört zu werden, schalteten sie die Motoren ab und ließen sich mit der jeweiligen Strömung ins Mittelmeer hinein oder aus ihm heraus treiben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_von_Gibraltar

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Ein idealer Transformator besitzt unter anderem einen Kern aus einem Material, das magnetisch hervorragend leitend ist (d.h. magnetische Permeabilität unendlich hoch), so dass kein magnetisches Streufeld entsteht. Das wird von Eisen recht gut erfüllt - allerdings ist Eisen elektrisch leitend, darum können in ihm Wirbelströme fließen; das will man nicht, darum fertigt man Trafo-Kerne aus Schichten dünner Eisenbleche, die zueinander elektrisch isoliert sind. Weitere Eigenschaften eines idealen Transformators: Keine ohmschen Verluste in den Spulen, Permeabilität der Umgebung ist null, keine Hysterese des Kerns.

In Flugzeugen wird Wechselstrom mit einer Frequenz von 400 Hz (statt 50 Hz) verwendet, weil dann die Transformatoren kleiner und leichter sind.

Glühbirnen haben eine Lebensdauer von etwa 1000 Stunden; dann ist so viel Wolfram vom Draht abgedampft, dass er bricht. Halogenlampen halten mit ca. 3000 Stunden länger, weil die zugesetzten Halogene (Brom oder Iod) verhindern, dass sich das verdampfte Wolfram am Glas ablagert; das ermöglicht kleinere Glaskolben und diese wiederum einen höheren Druck, durch den weniger Wolfram verdampft. Zudem ist der Wirkungsgrad höher, weil eine höhere Temperatur verwendet werden kann, durch die mehr Licht im sichtbaren Bereich (statt Infrarot) erzeugt wird.
Es gibt jedoch auch konventionelle Glühlampen, die sehr lange halten: In Livermore (Kalifornien) brennt seit 1901 eine Kohlefaden-Glühbirne (besser gesagt, sie glimmt vor sich hin).

http://de.wikipedia.org/wiki/Transformator
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChlampe

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Wenn man frische Milch stehen lässt, setzt sich oben Rahm ab, weil sich das (unpolare) Fett im (polaren) Wasser nicht löst. Wird die Milch nicht bewegt, entmischt sich diese Emulsion. Verhindern lässt sich das Entmischen von Emulsionen, wenn ein Emulgator hinzugefügt wird, der die polaren und unpolaren Teilchen verbindet - ein Beispiel ist Seife. Was wird also bei homogenisierter Milch gemacht? Hier wird nichts zugesetzt, sondern die Fetttröpfchen werden sehr fein zerkleinert. Dann reicht die Brownsche Molekülbewegung, um die Fetttröpfchen so stark in Bewegung zu halten, damit sie sich nicht entmischen.

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Mit zunehmender Höhe über dem Erdboden wird die Schwerkraft geringer. Satelliten erfahren zwar Schwerelosigkeit, weil sie sich so schnell um die Erde bewegen, dass ihr Gewicht gerade von der Fliehkraft kompensiert wird, aber in einer Entfernung von 36000 km von der Erde ist die Schwerkraft so gering, dass auch die Geschwindigkeit der normalen Erddrehung reicht, um sie zu kompensieren. Daher befinden sich geostationäre Satelliten in dieser Höhe.

Aber wie sieht es auf einer Hochebene aus? Wäre die Erde homogen, dann würde die zusätzliche Entfernung vom Erdschwerpunkt genau kompensiert werden durch die zusätzliche Masse, die sich unter dem Beobachter befindet - die Gravitation wäre gleich. In Wirklichkeit befindet sich jedoch das leichtere Material an der Erdoberfläche, während das schwere Material vor allem im Erdkern ist; ein Gebirge ist also vergleichsweise leicht (ansonsten könnte es auch nicht so weit aufragen, sondern würde tiefer in den Erdmantel einsinken; tatsächlich ist unter jedem Gebirge die Erdkruste besonders dick, um ausreichend Auftrieb zu erzeugen). Daher ist auf einer Hochebene die Gravitation geringer als auf Meeresniveau.

Wie sieht es auf (einzelnen) Bergen aus? Dort ist die Gravitation nicht gleich wie bei einer Hochebene der selben Höhe, denn rundherum fehlt Masse, die den Beobachter nach unten ziehen würde (sie zieht ihn auch zur Seite, aber dieser Einfluss hebt sich gegenseitig auf). Daher ist auf einem Berg die Gravitation geringer als auf einer Hochebene.

In einem Tal müsste es umgekehrt sein, könnte man meinen. Das ist aber falsch. Während auf einem Berg seitlich Masse fehlt, die nach unten zieht, gibt es in einem Tal seitlich Masse, die nach oben zieht - auch in einem Tal ist die Gravitation geringer als in der Ebene!

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Das "Horn" des Narwals, wegen dem er auch "Einhornwal" genannt wird, ist ein Stoßzahn - der linke Schneidezahn durchbricht die Oberlippe und wächst schraubenförmig im Uhrzeigersinn bis auf eine Länge von drei Metern (bei manchen Tieren tun dies beide Schneidezähne!). Auch die Stoßzähne der Elefanten sind Oberkiefer-Schneidezähne; die Stoßzähne des Walrosses sind dagegen Eckzähne.

http://de.wikipedia.org/wiki/Narwal

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Ein Flugzeug braucht Auftrieb, um fliegen zu können; dies wird erreicht durch die Umströmung der Flügel, d.h. die Flügel müssen mit einem bestimmten Winkel gegen die Luftströmung angestellt sein (damit die Luftströmung nach unten abgelenkt wird), außerdem darf die Luftströmung nicht zu langsam sein (damit die pro Zeiteinheit abgelenkte Luftmenge nicht zu klein wird). Insbesondere muss der Flügel laminar umströmt werden, weil bei einem Strömungsabriss (durch zu niedrige Geschwindigkeit oder hinter der Schockwelle bei zu hoher Geschwindigkeit) der Auftrieb schlagartig nachlässt.

Bei zunehmender Höhe wird die Luft dünner und damit die nötige Geschwindigkeit höher, um die Flügel ausreichend zu umströmen. Weil das Flugzeug aber nicht beliebig schnell fliegen kann, gibt es eine maximale Flughöhe - in diesem Bereich, "Sargecke" genannt, ist die für die Umströmung nötige Mindestgeschwindigkeit gleich der von den Motoren lieferbaren Höchstgeschwindigkeit.

Bei Hubschraubern ist die maximale Flughöhe im Schwebeflug geringer als im Vorwärtsflug, da dann der "Fahrtwind" zur Anströmung und damit zum Auftrieb beiträgt.

Bei Flugzeugen mit T-Leitwerk gibt es außerdem das Phänomen des "Deep Stall"; das ist ein Strömungsabriss, aus dem es kein Entrinnen gibt. Normalerweise muss bei einem Strömungsabriss nur der Anstellwinkel verringert werden, damit die Strömung wieder anliegt. Hier befindet sich jedoch das Höhenleitwerk im Bereich des turbulenten Windschattens des Hauptflügels, dessen Anstellwinkel kann also nicht mehr verändert werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Str%C3%B6mungsabriss
http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Stall

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Im Alpenraum haben sich an mehreren Stellen Reste der lateinischen Sprache gehalten; in Graubünden wird rätoromanisch gesprochen, in Südtirol ladinisch, und in Friaul das Furlanisch. Allerdings ist diesen Sprachen gemeinsam, dass sie nicht homogen sind, sondern in jedem Tal wird ein anderer Dialekt gesprochen, mit einer anderen Schriftsprache (rätoromanisch: Surselvisch, Sutselvisch, Surmeirisch, Oberengadinisch und Unterengadinisch; ladinisch: Ennebergisch, Grödnerisch, Fassanisch, Ampezzanisch und Buchensteinisch). Um bei der Kommunikation einen gemeinsamen Nenner zu haben, wurden deshalb Kunstsprachen entwickelt - für die rätoromanischen Dialekte die Sprache Rumantsch Grischun ("Grischun" hat die Bedeutung "Graubünden"), für das Ladinische die Sprache Ladin Dolomitan.

Etwas Ähnliches hat es auch in anderen mehrsprachigen Ländern gegeben. Beispielsweise werden in China viele sehr unterschiedliche Dialekte gesprochen, die untereinander nicht verstanden werden - darum wurde das Hochchinesisch (abgeleitet von den Dialekten des Nordens) als Standardsprache gewählt, damit sich die Chinesen untereinander verständigen können. Wenn das nicht geht, bleiben oft nur noch Schriftzeichen, denn diese unterscheiden sich zwischen den Regionen viel weniger als die Aussprache.

In anderen Ländern hat teilweise eine Fremdsprache die Funktion der lingua franca übernommen. In Indien mit seinen 415 Sprachen verständigt man sich überregional oft auf Englisch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ladin_Dolomitan
http://de.wikipedia.org/wiki/Rumantsch_Grischun
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochchinesisch

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Die Atlas-Rakete, mit dem die Astronauten der Mercury- und Gemini-Missionen ins All gebracht wurden, ist knapp 30 Meter hoch, wiegt 116 Tonnen und kann ca. 1,4 Tonnen Nutzlast in den Weltraum transportieren. Sie besitzt keinen Tank; der Treibstoff wird direkt im Rumpf transportiert, der aus einer nur 1 mm dünnen Wand aus Edelstahl besteht. Darum musste man diese Raketen "aufblasen", um sie leer auf der Erde transportieren zu können, weil sie ohne Inhalt sonst in sich zusammengefallen wären.

http://de.wikipedia.org/wiki/Atlas_%28Rakete%29

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Es gibt nicht nur die Isobaren in Wetterkarten als Linien gleichen Luftdrucks, sondern noch viele andere Isolinien, z.B. Isopache (Linie gleicher Schichtdicke), Isokonze (Linie gleicher Stoffkonzentration), Isobathe (Linie gleicher Wassertiefe), Isanemone (Linie gleicher Windgeschwindigkeiten) und noch viele andere.

http://de.wikipedia.org/wiki/Isolinie

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Ein Laser erzeugt Licht durch stimulierte Emission. Die Elektronenschale eines Atoms hat bestimmte Energieniveaus; wenn ein Photon mit der passenden Energie auf das Atom trifft, wird das Photon absorbiert, das Atom wird energetisch angeregt und gibt die Energie später unter Aussendung eines Photons der selben Energie (also Farbe) wieder ab. Wenn sich das Atom jedoch schon im angeregten Zustand befindet und nochmals ein Photon der passenden Energie kommt, kehrt das Atom in den Grundzustand zurück, unter Aussendung eines Photons - dies ist die stimulierte Emission; statt einem hat man jetzt zwei identische Photonen, welche weitere angeregte Atome zur Lichtemission anregen können. Das ist das Prinzip der Lichtverstärkung durch Laser. Damit mehr Photonen ausgesendet statt absorbiert werden, muss sich die Mehrzahl der Atome im angeregten Zustand befinden - dies bezeichnet man als Besetzungsinversion.

Da alle durch stimulierte Emission erzeugten Photonen die gleiche Farbe und auch Phase haben, kann man Interferenzerscheinungen beobachten. Gerade beim Lichtpunkt eines Laserpointers sieht man eine körnige Struktur; durch kleine Rauigkeiten auf der Oberfläche kommt es zur Veränderung bei der Interferenz, welche man sieht. Normales Tageslicht enthält dagegen alle Farben und Phasen, so dass sich alle Interferenzerscheinungen herausmitteln.

http://de.wikipedia.org/wiki/Laser
http://de.wikipedia.org/wiki/Speckle

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Die klassische Form eines Fußballs besteht aus schwarzen Fünfecken und weißen Sechsecken. Um aus den flachen Lederstücken eine Kugel zu erhalten, muss man sie zu einem Polyeder kombinieren - wobei der Polyeder symmetrisch und möglichst rund sein muss, d.h. Inkugel und Umkugel müssen existieren und möglichst ähnlich groß sein.

Erfüllt wird das von den archimedischen und platonischen Körpern. Es gibt nur fünf platonische Körper, weil bei ihnen erstens alle Flächen gleich sein müssen und zweitens die Winkelsumme an jeder Ecke kleiner als 360° - bei einer Winkelsumme von 360° ergäbe sich eine Ebene statt eines geschlossenen Körpers. Man kann also an jeder Ecke bis zu fünf Dreiecke oder bis zu drei Quadrate oder Fünfecke zusammenstoßen lassen und erhält damit Tetraeder (drei Dreiecke), Hexaeder (drei Vierecke), Oktaeder (vier Dreiecke), Dodekaeder (drei Fünfecke) und Ikosaeder (fünf Dreiecke).

Um einen möglichst runden Fußball zu erhalten, geht man von den rundesten Körpern aus - bei den platonischen Körpern sind das Dodekaeder und Ikosaeder. Noch runder kann man sie machen, wenn man die Ecken abschneidet. Wenn man beim Ikosaeder mit seinen 20 Dreiecksflächen die 12 Ecken abschneidet, erhält man 12 neue Fünfecksflächen dazu; und wenn man beim Dodekaeder mit seinen 12 Fünfecksflächen die 20 Ecken abschneidet, erhält man 20 neue Sechsecksflächen dazu - in beiden Fällen erhält man einen Fußball, da Ikosaeder und Dodekaeder Dualkörper sind. Würde man jeweils noch mehr wegschneiden, bis sich die Schnittflächen berühren und die ehemaligen Seitenmitten zu den neuen Ecken geworden sind, wird aus einem Ikosaeder ein Dodekaeder und umgekehrt.

Ein Fußball ist somit ein Ikosaeder- oder Dodekaederstumpf; im Unterschied zu ähnlich "runden" Polyedern kommt er mit nur 32 Flächen aus (20 Sechsecke, 12 Fünfecke), außerdem stoßen an jeder Ecke nur 3 Flächen zusammen, was die Herstellung nicht unnötig kompliziert macht.

Der erste Fußball aus Fünf- und Sechsecken war der Telstar zur Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko, welche als erste live im Fernsehen und auch als erste in Farbe übertragen wurde. Mit seinem Muster war er auf dem Bildschirm sehr gut zu erkennen.

Ca. 80% aller Fußbälle werden in Pakistan gefertigt, im Norden von Punjab rund um die Stadt Sialkot.

http://de.wikipedia.org/wiki/Telstar_%28Fu%C3%9Fball%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Platonische_K%C3%B6rper
http://de.wikipedia.org/wiki/Archimedischer_K%C3%B6rper

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Louisiana, eine ehemalige französische Kolonie, ist benannt nach dem französischen Sonnenkönig Louis XIV. Vermont kommt von "monts verts" = "grüne Berge". Montreal kommt von "Mont Royal" = "königlicher Berg".

Pennsylvania bedeutet "Penns Waldland"; ebenso heißt Transsilvanien "hinter dem Wald". Historisch gab es auch noch die Bezeichnungen "Transjordanien" (heute: Jordanien) für das Land östlich des Jordan sowie "Transleithanien" im österreichischen Kaiserreich für die Gebiete östlich der Leitha, also Ungarn.

Das Außerfern ist der Bereich, der (aus österreichischer Sicht) hinter dem Fernpass liegt.

Graubünden ist benannt nach den Bünden, die zwischen den Bewohnern der Täler geschlossen worden waren.

Der Brenner-Pass ist angeblich nach dem Bernsteinhandel benannt, der über ihn geführt wurde ("Brennstein", da Bernstein brennt). Der griechische Name von Bernstein ist "elektron"; weil er durch Reiben elektrostatisch aufgeladen werden kann, hat die Elektrizität ihren Namen vom Bernstein.

Kap Hoorn ist benannt nach der Stadt Hoorn in Nordholland; es wurde zum ersten Mal von Willem Cornelisz Schouten umrundet, der aus Hoorn stammte.
Die Südspitze Afrikas ist nicht das Kap der guten Hoffnung, sondern das östlich davon gelegene Kap Agulhas (portugiesisch "Cabo das Agulhas"; deutsch: Nadelkap). Es hat seinen Namen von der Tatsache, dass zur Zeit seiner Entdeckung die Linie mit 0° Kompassdeviation durch das Kap verlief - die Kompassnadel (daher der Name) zeigte dort nicht nur zum magnetischen, sondern auch exakt zum geographischen Nordpol.
Der Trafalgar Square in London ist benannt nach der Seeschlacht beim Kap von Trafalgar (Südspanien); dieses hat seinen Namen vermutlich vom arabischen "Taraf al-Gharb" = "Kap des Westens".

Portugal ist indirekt benannt nach der Stadt Porto; diese hieß früher Cale. Unter den Römern wurde daraus eine wichtige Hafenstadt - Portus Cale. Und daraus entstand "Portugal" und "Porto".

Die südschwedische Provinz Schonen (von einem altschwedischen Namen, der soviel wie "gefährliche Halbinsel" bedeutet) heißt auf lateinisch Scania (wie der aus Malmö in Schonen stammende LKW-Hersteller) und gab somit ganz Skandinavien seinen Namen - weil im Mittelalter Schonen mit der Stadt Lund das bedeutendste Gebiet Skandinaviens war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pennsylvania
http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen
http://de.wikipedia.org/wiki/Kap_Agulhas
http://de.wikipedia.org/wiki/Kap_Trafalgar
http://de.wikipedia.org/wiki/Skandinavien

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Beim Überschallflug schiebt ein Flugzeug eine Druckwelle vor sich her, die sich kegelförmig vom Flugzeug aus ausbreitet (d.h. sich mit Schallgeschwindigkeit vom Flugzeug entfernt; zusammen mit der Vorwärtsbewegung ergibt sich die Kegelform). Hinter der Druckwelle entspannt sich die Luft wieder; bei ausreichender Luftfeuchtigkeit kommt es dort zur Kondensation (da durch die Expansion der Taupunkt unterschritten wird) und damit zum Wolkenscheibeneffekt.

Wo der Druckwellenkegel den Erdboden berührt, hört man dort den Überschallknall. Es gibt sogar mindestens zwei Druckwellen, nämlich von der Flugzeugnase (Kompressionswelle) und vom Heck (Dekompressionswelle) ausgehend - bei kleinen Flugzeugen folgen beide Druckwellen aber so schnell hintereinander, dass der Mensch nur einen Knall wahrnimmt, obwohl es zwei sind. Hat das Flugzeug im mittleren Bereich eine Vergrößerung (oder allgemein eine Veränderung) des Querschnitts, dann geht von dort aus eine weitere Druckwelle aus, welche zusätzlichen Widerstand erzeugt - Luft verhält sich im Überschallbereich inkompressibel. Daher sind Überschallflugzeuge nach der Flächenregel konstruiert, d.h. dort, wo die Flügel für zusätzliche Querschnittsfläche sorgen, wird der Rumpf dünner (Wespentaille), um den Gesamtquerschnitt gleich zu halten. Durch die veränderte Aerodynamik wandert der Auftriebspunkt am Flügel nach hinten und drückt somit die Flugzeugnase nach unten; dies hat in der Anfangszeit des Überschallflugs Flugzeuge zum Absturz gebracht, weil diese den Sinkflug nicht ausreichend mit dem Höhenruder korrigieren konnten und gleichzeitig dabei nicht langsamer wurden. Ein weiteres Problem war die Ungenauigkeit der Geschwindigkeitsanzeige - da sich gestaute Luft mit steigender Geschwindigkeit zunehmend kompressibel verhält (d.h. durch die Kompression steigt die Dichte), zeigen klassische Staurohre im Bereich der Schallgeschwindigkeit eine um ca. 10% zu hohe Geschwindigkeit an; der korrigierte Wert lautet "equivalent air speed".

Überschallflugzeuge haben nach hinten gepfeilte Flügel. Das ist nötig, weil sich sonst zu viel Luft vor den Flügeln stauen würde - sie müssen stärker gepfeilt sein als der Öffnungswinkel des Mach-Kegels, damit die Luft nach außen abfließen kann. Trotzdem ist im Überschallbereich der cW-Wert etwa doppelt so groß wie im Unterschallbereich; hinzu kommt noch die hohe Geschwindigkeit, die in der 3. Potenz in die nötige Antriebsleistung eingeht.

Nicht nur bei einem Überschallflug treten Probleme auf, wenn eine Welle überholt wird. Beispielsweise ist eines der kritischen Faktoren bei Hochgeschwindigkeitszügen das Schwingen der Oberleitung; nur wenn diese sehr straff gespannt ist, breiten sich Schwingungen schnell genug aus, so dass der Zug nicht die Wellen im Fahrdraht überholt und diesen dabei zerreißt. Auch bei Eisstraßen über gefrorene Seen im Norden Kanadas tritt dieses Problem auf; die schwere Trucks biegen die meterdicke Eisdecke durch und schieben so eine Welle vor sich her. Würden sie zu schnell fahren - speziell im Uferbereich, wo das elastische Eis auf das starre Land trifft und nicht mehr nach vorne ausweichen kann -, dann würden sie diese Welle überholen und das eigentlich ausreichend stabile Eis dort zerbrechen. Ähnlich ist es bei Wasserwellen; sie werden in flacherem Wasser langsamer und stauen sich deshalb auf (Energieerhaltung: sie werden höher) - kommen sie (im Vergleich zur Wellengeschwindigkeit an der Küste) zu schnell an, dann werden sie zu steil und brechen.

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Vögel fliegen bei gutem Wetter hoch und bei schlechtem Wetter tief, weil sie Insekten fressen, die bei gutem Wetter oben und bei schlechtem Wetter in Bodennähe sind.

Bei den Insekten ist das jedoch keine Absicht; wenn die Sonne scheint und den Boden erwärmt, bildet sich eine Thermik, die die Insekten nach oben trägt - bei dichter Bewölkung gibt es keine Thermik, die Insekten bleiben unten.

Auch das Verhalten vom Wetterfrosch wird so erklärt: Bei gutem Wetter steigt er auf seiner Leiter nach oben, weil da die Insekten sind.

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Große Segelschiffe sind gewichtsstabil, d.h. ihr tiefer Schwerpunkt (unter der Wasserlinie!) bewirkt eine Gegenkraft, wenn das Schiff um seine Längsachse rollt, weil der Schwerpunkt dabei angehoben wird. Yachten werden relativ leicht gebaut; der Schwerpunkt wird durch einen Bleiballast im Kiel möglichst tief gelegt. Bei Windjammern übernimmt die Ladung einen Teil der Ballastfunktion - d.h. diese Schiffe konnten nicht unbeladen fahren, sondern mussten notfalls eine Ballastladung mitnehmen. Ein Beispiel war die Salpeterfahrt: Salpeter wurde in Chile in der Atacama-Wüste abgebaut und mit Segelschiffen nach Europa transportiert; auf dem umgekehrten Weg mussten die Schiffe Ballast nach Südamerika transportieren.

In Norwegen gab es schon immer einen starken Seehandel mit Mitteleuropa; beispielsweise war Bergen ein wichtiger Stützpunkt der Hanse, welche dort ein ganzes Stadtviertel (Bryggen) betrieb. Vor allem Stockfisch (getrockneter Kabeljau) wurde exportiert. Auch Kristiansund war zeitweise ein wichtiger Exporthafen für Stockfisch; die Schiffe transportierten auf dem umgekehrten Weg Erde als Ballast - mit dieser Erde wurde in der Stadt, welche sich auf ein paar Inseln drängt, ein Friedhof angelegt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kristiansund

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Libyen ist das einzige Land, in dem es keinen Fluss gibt (lediglich Wadis, die nur sporadisch Wasser führen). Das ist besonders bemerkenswert angesichts der Landesgröße: Libyen ist etwa fünf Mal so groß wie Deutschland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Libyen

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Plexiglas hat den selben Brechungsindex wie Benzol, daher ist ein in Benzol eingetauchter Plexiglasstab unsichtbar. Ebenso sind die Brechungsindizes von Quarzglas und Tetrachlormethan gleich.

Es gibt sogar ein Material, das fast den gleichen Brechungsindex wie Luft hat - da es zum Großteil aus Luft besteht. Es sind Aerogele, meist auf Silikatbasis hergestellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Brechzahl

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Die Gezeiten werden durch den Gravitationseinfluss des Mondes beeinflusst. Erde und Mond rotieren im Laufe eines Monats um ihren gemeinsamen Schwerpunkt, der noch im Erdinneren liegt (4740 km vom Erdmittelpunkt entfernt), weil die Erde viel schwerer als der Mond ist. Auf der dem Mond zugewandten Seite ist die Anziehungskraft des Mondes am stärksten; die gegenüber liegenden Seite der Erde ist dagegen maximal entfernt vom gemeinsamen Schwerpunkt, d.h. auch dort ist die Anziehungskraft minimal. Zwischen diesen Bereichen, in denen die Schwerkraft etwas verringert ist, dreht sich die Erde, so dass es etwa zweimal pro Tag zu Hochwasser und Niedrigwasser kommt (etwas weniger, da sich der Mond weiterdreht). Weil der Gravitationsunterschied auf der dem Mond zugewandten Seite größer ist, ist der Flutberg dort ca. 7% höher.

Es wird nicht nur das Wasser vom Mond "angezogen"; auch die Erdoberfläche zeigt Gezeiten von ca. 30 cm Höhe, die aber nicht sichtbar sind, weil festes Land nicht fließt. Wasser dagegen schon; daher führt die Gezeitenkraft, die nur ein zehnmillionstel der Gravitation beträgt, zu Ausgleichsbewegungen im Wasser. Trotzdem ergäbe sich daraus nur ein Tidenhub von ca. 60 cm (wenn das Wasser Zeit hätte, nachzuströmen). Der Rest sind Resonanzphänomene. Durch die Küstenform kommt es, dass Hoch- und Niedrigwasser an verschiedenen Orten zu unterschiedlicher Zeit kommt und auch unterschiedlich hoch ausfällt. So gibt es in der Nordsee zwei Drehtiden; in der Mitte (= Schwingungsknoten) gibt es überhaupt keinen Tidenhub, außen läuft die Flutwelle gegen den Uhrzeigersinn herum und erreicht z.B. die deutsche Bucht mit 12 Stunden Verspätung.

Den größten Tidenhub findet man in der kanadischen Bay of Fundy; diese Bucht ist mit einer Länge von ca. 200 km gerade so lang, dass der Tidenstrom sechs Stunden braucht, um sie zu durchlaufen. Wenn die Welle zurückläuft, trifft sie gerade wieder auf den folgenden Tidenstrom - daraus ergibt sich am Ende der Bucht ein Springtidenhub von bis zu 21 Metern.
Der Name der Bucht stammt übrigens von "Rio Fondo" = tiefer Fluss.

Wenn bei einer Flut der Tidenstrom in eine enge und flache Flussmündung gedrückt wird, wird er dabei abgebremst und staut sich. So kommt es zu Gezeitenwellen; die höchste derartige Welle mit 8-9 Metern findet sich in der Bucht von Hangzhou in China.

Den Tidenhub kann man auch durch Baumaßnahmen vergrößern. Durch den Ausbau der Unterelbe hat sich der Tidenhub in Hamburg von 1,50 m (1840) bis auf 3,60 m (2003) erhöht, weil der Tidenstrom dadurch besser einströmen (d.h. Erhöhung des Hochwasserpegels) und vor allem besser ablaufen kann (d.h. Absenkung des Niedrigwasserpegels).

http://de.wikipedia.org/wiki/Gezeiten
http://de.wikipedia.org/wiki/Bay_of_Fundy
http://de.wikipedia.org/wiki/Gezeitenwelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Tidenhub
http://www.nordwestreisemagazin.de/ebbeflut-druck.htm

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Der längste Ortsname der Welt ist mit 163 Buchstaben der alte Name von Bangkok, nämlich "Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit".

Auch nicht schlecht dabei ist ein Ort in Neuseeland; weil dieser im Gegensatz zu Bangkok keinen neuen, häufiger verwendeten Namen hat, wird er als Guinness-Rekordhalter gezählt. Der Ortsname lautet: "Tetaumatawhakatangihangakoauaotamateaurehaeaturipukapihimaungahoronukupokaiwhenuaakitanarahu"

Bekannt ist auch der walisische Ort mit dem längsten amtlichen Ortsnamen Europas, "Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch", in der Praxis "Llanfair P.G.".
Analog dazu benannte sich der Ort "Llanhyfrydd" aus Protest gegen eine geplante Windkraftanlage in "Llanhyfryddawelllehynafolybarcudprindanfygythiadtrienusyrhafnauole" um, was bedeuten soll: "Ruhiges schönes Dorf, ein historischer Ort mit seltenen Flugdrachen, die von verdammten Rotorblättern bedroht werden"

Als längstes (tatsächlich existierendes!) deutsches Wort gilt "Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz", abgekürzt "RflEttÜAÜG".

Das längste deutsche Wort ohne Buchstabenwiederholung ist "Heizölrückstoßabdämpfung".

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Der US-Vizepräsident Dick Cheney ist ein Nachfahre von Ralph de Chesney, welcher zusammen mit Wilhelm dem Eroberer 1066 in der Schlacht von Hastings kämpfte.

Die Könige von Marokko und Jordanien sind direkte Nachkommen des Propheten Mohammed, genauer seines ältesten Enkels Hasan. Bis ins 20. Jahrhundert herrschten diese sogenannten Scherifen auch in Syrien und im Irak. Man erkennt sie an grünen Turbanen. Schwarze Turbane tragen die Sayyiden, das sind die Nachfahren des Enkels Husain.

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Cheney
http://de.wikipedia.org/wiki/Scherif

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Die Kleinsche Flasche ist ein geometrisches Objekt, bei dem Innen- und Außenseite gleich sind, ähnlich wie beim Möbius-Band. Ursprünglich hieß das Objekt "Kleinsche Fläche", wurde aber falsch ins Englische übersetzt zu "Klein Bottle" und zurück zu "Kleinsche Flasche". Das Objekt sieht tatsächlich ähnlich wie eine Flasche aus, daher werden auch Kleinsche Flaschen aus Glas hergestellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinsche_Flasche

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Brooklyn hieß bei der Gründung "Breuckelen", nach der niederländischen Stadt Breukelen.

The Bronx ist benannt nach dem ersten Siedler Jonas Bronck; man sagt den Namen immer mit Artikel, weil es hieß: "We are going to the Broncks."

Staten Island wird nicht wie das englische Wort "State" ausgesprochen, denn es kommt vom niederländischen "Staaten Eylandt" = Stände-Insel.

Der Stadtteil Tribeca in Manhattan ist eine Abkürzung von "Triangle Below Canal Street". Der Stadtteil Soho ist eine Abkürzung von "South of Houston Street". Das Viertel Bowery kommt vom holländischen "bouwerie" = Bauernhof. Harlem ist benannt nach der holländischen Stadt Haarlem.

Die Wall Street ist benannt nach dem Wall, mit dem die Holländer ihre Stadt Nieuw Amsterdam abgegrenzt haben.

Der Flushing Meadows Park, berühmt für das dort stattfindende Tennisturnier, entstand in den 1930er-Jahren aus einem Sumpfgebiet.

Der Battery Park an der Südspitze Manhattans ist benannt nach den Geschützbatterien, die früher hier standen, um den Hafen zu verteidigen.

Das Waldorf-Astoria-Hotel entstand aus zwei benachbarten Hotels, nämlich dem Waldorf-Hotel von William Waldorf Astor und dem Astoria-Hotel seines Vetters John Jacob Astor (welcher später beim Untergang der Titanic ums Leben kam). Die Familie Waldorf hat ihren Namen von der badischen Stadt Walldorf (bei Heidelberg) - und diese wurde erstmals urkundlich erwähnt als "Waltdorf", also "Dorf im Wald". Der Waldorfsalat ist wiederum nach dem Hotel benannt, in dem er kreiert wurde; und die Waldorf-Schule heißt so, weil die von Rudolf Steiner geleitete Schule ursprünglich die Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik war.

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Man spricht von aridem Klima, wenn die mögliche Verdunstung höher als der Niederschlag ist - in diesem Fall kann kein Regenfeldbau betrieben werden, sondern die Felder müssen bewässert werden. Die Aridität ist nur ein Durchschnittswert, d.h. nach einem Regen kann der Boden durchaus feucht sein, aber die meiste Zeit ist er ausgetrocknet.

Es geht jedoch noch extremer: Beispielsweise in der Wüste Lop Nor tritt das Phänomen des "Teufelsregens" auf - die Luft ist so trocken, dass fallender Regen verdunstet, bevor er den Erdboden erreicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lop_Nor

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Was ist der Unterschied zwischen S- und U-Bahn? Beides sind Nahverkehrszüge mit dichtem Haltestellenabstand, vielen Umsteigemöglichkeiten und dichtem Takt, beide sind in Verbundtarifsysteme eingebunden, und beide fahren sowohl unter als auch über der Erde. Der Übergang ist fließend; in Deutschland gibt es jedoch einen gesetzlichen Unterschied: S-Bahnen gehorchen der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, U-Bahnen der BOStrab - eine S-Bahn ist also rechtlich eine Eisenbahn, während eine U-Bahn rechtlich eine Straßenbahn ist.

Die Berliner Stadtbahn entstand, weil es Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin acht Hauptbahnlinien gab, die jeweils eigene Kopfbahnhöfe rund um die Stadt besaßen, welche nicht direkt verbunden waren (lediglich über die Ringbahn). Daraufhin wurde eine Bahnstrecke als 12 km lange Hochbahn durch die Stadt gelegt. Um möglichst wenig bebaute Flächen zu zerschneiden und gleichzeitig billigen Baugrund verwenden zu können, wurde die Stadtbahn zuerst nördlich um den Tiergarten herumgeleitet, an der Spree entlang, und zwischen dem Hackeschen Markt und Jannowitzbrücke wurde der ehemalige Festungsgraben von Berlin (d.h. rund um das ursprüngliche Zentrum an der Spree-Insel) zugeschüttet und als Trasse verwendet - daher der kurvige Verlauf der Stadtbahn.

Auch in Hamburg verläuft die Bahn entlang der alten Wallanlagen. Die Alster wurde im Mittelalter zum Alstersee aufgestaut, um Mühlen betreiben zu können; die Wallanlagen teilten den Alstersee in Binnen- und Außenalster, zwischen denen heute die Bahnstrecke verläuft. Der Bahnhofsname "Dammtor" zeugt von der Lage auf den ehemaligen Wallanlagen.

http://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahn
http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbahn_Berlin
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Altonaer_Verbindungsbahn

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Die "Tageszeitung" (taz) hat als Logo eine Tatze - ebenso wie die Outdoor-Firma Jack Wolfskin. Interessant ist, dass das Logo von der taz erfunden wurde, jedoch nicht im Markenregister registriert - so konnte Jack Wolfskin es registrieren.

http://www.taz.de/pt/2002/07/26/a0107.1/text

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Weil in einer Großstadt die Dichte der Schadstoffemissionen höher ist als auf dem Land und in Mitteleuropa meist Westwind herrscht, ist die Hagelwahrscheinlichkeit im Osten von Großstädten erhöht, da die Schmutzteilchen als Kondensationskeime wirken und die Bildung von Regentropfen oder Hagelkörnern auslösen.

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Der Windhund ist zwar schnell wie der Wind, aber sein Name stammt vom slawischen Volk der Wenden ab - ähnlich wie viele Ortsnamen, z.B. Windischeschenbach oder Geiselwind.

Das englische Wort "Hammock" stammt vom indianischen "hamaka"; im Deutschen wurde es verballhornt zu "Hängematte".
Der "Tollpatsch" stammt vom ungarischen "Talpas", was einen Fußsoldaten bezeichnet.
Die Kaffeebohne ist keine Bohne, sondern eine Beere; lediglich das arabische Wort für Beere hört sich so ähnlich an wie "Bohne".
Das Raubtier Vielfraß ist eine Verballhornung des skandinavischen "Fjällfräs" = "Bergkatze"; vgl. "Fjällräven" = Polarfuchs.

"Emir" heißt "Befehlshaber". Aus arab. "amir al-bahr" = "Befehlshaber zur See" wurde "Admiral". ("al-bahr" findet sich übrigens wieder im Namen des ehemaligen Emirats Bahrain.)
Ein Sextant ist benannt nach dem Sechstelkreis, den der Winkelmesser abdeckt. Der Schwenkarm heißt "Alhidade", das kommt vom arabischen "al idhâdah" = "das Lineal". Ein Gerät, das ebenfalls eine Alhidade verwendet, ist der Theodolit - der Name ist eine Verballhornung von "the Alhidade".
Der "Algorithmus" ist benannt nach dem persischen Mathematiker Muhammad ibn Musa al-Chwarizmi.
"Algebra" stammt vom arabischen "al-jabr" = zusammenfügen.
"Alkoven" kommt von "al-qubba" = "Kuppel".

Was hat eine Ampel mit einer Ampulle gemeinsam? Die Wortherkunft. Im ursprünglichen Sinn war eine Ampel ein aufgehängtes Gefäß, das erkennt man noch am Begriff "Blumenampel". In der Kirche diente das Gefäß, gefüllt mit Lampenöl, als "ewiges Licht" - daher die Bedeutung "aufgehängtes Licht".
Ebenso ist die "Boutique" verwandt mit der "Apotheke": Die römische "apotheca" ist ein Lagerraum; als sich aus dem Lateinischen die romanischen Sprachen entwickelten, bekamen die Wörter Artikel - so wurde aus "l'apotheca" das gleich gesprochene "la potheca" und daraus z.B. die spanische "Bodega" oder die "Boutique".
Der arabische Fernsehsender "Al-Dschasira" ist vom Namen her mit "Algerien" (konkret: dessen Hauptstadt Algier, nach der das Land benannt ist) verwandt: es bedeutet "die Insel" (beim Sender: im Sinne von "arabische Halbinsel").

"Schach matt" kommt aus dem Persischen und heißt "(der) Schah (ist) tot".
Der "Punsch" kommt aus dem Hindi-Wort "panc" = "fünf", nach der ursprünglichen Zahl der Zutaten: Arrak, Zucker, Zitrone, Wasser und Tee.

Der "Palatschinken" stammt aus dem Ungarischen, aber ist letztendlich mit dem lateinischen "Placenta" = "Kuchen" verwandt.
Die "Kutsche" ist benannt nach der ungarischen Stadt Kocs, ebenso in anderen Sprachen "coche", "coach".

http://de.wikipedia.org/wiki/Etymologie
http://de.wikipedia.org/wiki/Volksetymologie

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Öfters wurden später bekannte Orte nach (relativ unbekannten) örtlichen Personen benannt:
- Der Harras in München ist benannt nach dem Kaffeehausbesitzer Robert Harras.
- Der Flaucher in München ist benannt nach dem Wirt Johann Flaucher.
- Der Kröpcke in Hannover ist benannt nach dem Cafébetreiber Wilhelm Kröpcke.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sendling
http://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6pcke

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Früher ist die Weser oft zugefroren; aber durch den Kaliabbau in Thüringen und Hessen im 20. Jahrhundert gelangte viel Salz in den Fluss, so dass dieser dann nicht mehr zufror.

Die Weser ist vom Namen her verwandt mit der polnischen Weichsel, der französischen Vézère und der belgischen Vesdre; der indogermanische Begriff bedeutet "fließen". Auch die Werra ist letztendlich der gleiche Name; früher bezeichnete also Weser/Werra den gesamten Flusslauf, heute ist die Weser der Unterlauf und die Werra der längere der Quellflüsse.

Die Isar ist vom Namen her verwandt mit der tschechischen Iser, der französischen Isère, die österreichischen Isel, der niederländischen Ijssel und dem italienischen Isarco (dt. Eisack). Der keltische Begriff bedeutet "reißend".

Die Mosel ist vom Namen her mit der Maas (lat. Mosa) verwandt; aus dem französischen Namen "Moselle" erkennt man, dass es eine Verkleinerungsform ist, die Mosel ist also die "kleine Maas".

http://de.wikipedia.org/wiki/Weser
http://de.wikipedia.org/wiki/Isar
http://de.wikipedia.org/wiki/Mosel

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Autoradios können bei Verkehrsdurchsagen automatisch die Lautstärke erhöhen - dies funktioniert mit einem Steuersignal, das mit 57 kHz deutlich über dem menschlichen Hörbereich liegt. Früher geschah das mit der ARI-Kennung (Autofahrer Rundfunk Information), womit nur wenige Zustände durch Amplitudenmodulationen dargestellt werden konnten. ARI wurde von RDS (Radio Data System) abgelöst, welches auf der selben Frequenz arbeitet, aber die Daten digital kodiert; so können deutlich mehr Daten übermittelt werden. Die Signalisierung einer Verkehrsmeldung geschieht seit Anfang der 1990er-Jahre mit RDS.

Um die Signalisierung der Verkehrsmeldung am Sender ein- oder auszuschalten, verwendeten viele Radiostationen den sogenannten Hinz-Triller; das ist ein Ton von 2350 Hz, der mit einer Frequenz von 123 Hz um eine Amplitude von 123 Hz frequenzmoduliert wird - er klingt wie eine Trillerpfeife. Es wurde ein Ton gewählt, der in der Natur und in der Musik möglichst nicht vorkommt. Der Hinz-Triller ist immer noch aktiv, man hört ihn bei vielen Radiosendern vor den Verkehrsmeldungen.

Ein ähnliche Verfahren zur In-Band-Signalisierung ist die 5-Ton-Folge bei BOS-Funkgeräten; dort wird mit fünf aufeinanderfolgenden Tönen (je 70 ms lang), die jeweils zehn unterschiedliche Frequenzwerte annehmen können, ein bestimmtes Funkgerät, das diese Kennung trägt, adressiert. Ebenfalls ähnlich sind die DTMF-Töne beim analogen Telefon; dort gibt es acht Töne, mit denen 16 Zustände signalisiert werden können (Ziffern 0-9, Raute, Stern sowie die in der Praxis kaum genutzten Werte A-D), indem die in einer 4x4-Matrix angeordneten Zeichen durch jeweils zwei Töne (je einer für Zeile und Spalte) dargestellt werden.

Die Melodie, die man bei Bayern 3 vor den Verkehrsmeldungen hört, sind übrigens die Anfangstöne des Münchner Volkslieds "Solang der Alte Peter".

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/351445/
http://de.wikipedia.org/wiki/Autofahrer_Rundfunk_Information

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Im Wappen von Rheinland-Pfalz befindet sich der Pfälzer Löwe, ein goldener Löwe auf schwarzem Hintergrund. Dieser findet sich aber auch im Wappen des Saarlandes und auch von Baden-Württemberg, weil zu diesen Ländern Gebiete gehören, die früher einmal pfälzisch waren.

Auch im bayerischen Wappen findet sich der Pfälzer Löwe, weil die Pfalz einmal zu Bayern gehörte - heute bezeichnet der goldene Löwe im bayerischen Wappen die Oberpfalz, die früher einmal wie die Pfalz am Rhein zu den Wittelsbachern gehört hat.
Die bayerischen Rauten stammen aus der Gegend von Straubing: Sie sind das Wappen der Grafen von Bogen; nachdem diese ausgestorben sind, übernahmen die Wittelsbacher Land und Wappen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerisches_Staatswappen

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Brücken kann man wunderbar mit Resonanz kaputt machen: Im Jahr 1850 überquerten Soldaten im Gleichschritt eine Brücke in Angers (Frankreich), diese begann zu schwingen und stürzte ein. Seitdem werden angeblich Brücken nicht mehr im Gleichschritt überquert.

Trotzdem ist dieses Problem nicht seitdem aus der Welt: Mit ähnlichen Problemen hatte die Millennium Bridge in London zu kämpfen; diese filigrane Fußgängerbrücke wurde im Jahr 2000 eröffnet, aber musste gleich wieder geschlossen werden, weil sie durch die Fußgänger heftig in Bewegung geriet. Offensichtlich führten leichte horizontale Schwankungen dazu, dass sich die Schritte der Leute synchronisierten - auch wenn sie unterschiedlich schnell laufen, die seitliche Ausweichbewegung (wie beim Laufen auf einem schwankenden Schiff) sind ähnlich; sie führten diese Ausgleichsbewegungen sozusagen im Gleichschritt aus. Man hatte zwar die Statik der Brücke sowie sämtliche äußere Einflüsse berücksichtigt, aber nicht das Verhalten der Menschen. Danach baute man Stoßdämpfer in die Aufhängungen ein, seitdem ist die Brücke sicher.

Resonanzprobleme gab es auch bei der Tacoma-Narrows-Brücke (USA): Diese Hängebrücke war bei großer Spannweite gleichzeitig recht schmal und außerdem flach, was zu einer sehr geringen Steifigkeit führte. An sich war das noch kein Problem; die Brücke bewegte sich stärker, war aber für die statischen Belastungen ausreichend dimensioniert. Vier Monate nach der Eröffnung gab es jedoch besonders viel Wind; hinter der Brücke verwirbelte die Luft und bildete eine Kármánsche Wirbelstraße, wobei die Ablösefrequenz der Wirbel die Resonanzfrequenz der Brücke traf. Dadurch stürzte sie ein. Die folgenden Brücken wurden daraufhin mit einem versteiften Fahrbahnrahmen gebaut; später begann man, Brückenkonstruktionen auch im Windkanal zu testen, damit sich durch eine entsprechende Bauform kaum Wirbel bilden.

Die Brücke am Firth of Tay in Schottland stürzte dagegen nicht durch Resonanz ein; hier hatte man nur die Last durch die Züge berücksichtigt, nicht aber die teilweise sehr starke Windlast, zudem war offensichtlich das Material (Gusseisen!) ungeeignet. Die in den Fluss gestürzte Dampflok wurde übrigens geborgen und fuhr danach noch weitere 19 Jahre.

Der gleiche Effekt wie bei der Tacoma-Narrows-Brücke, nämlich die Ablösung von Luftwirbeln mit einer bestimmten Frequenz, sorgt übrigens dafür, dass Drähte im Wind "singen". Diese Wirbelablösung ist dabei nicht prinzipiell nachteilig - laminare Strömung kann nur bei sehr geringen Geschwindigkeiten auftreten, aber im Vergleich zu einer chaotisch-turbulenten Strömung bietet eine Kármánsche Wirbelstraße einen geringeren Luftwiderstand, weil die Luft außerhalb der Wirbel laminar fließen kann; die Wirbel verleihen dem Körper also eine bessere Stromlinienform.

http://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCcke#Katastrophen
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A1rm%C3%A1nsche_Wirbelstra%C3%9Fe
http://www.pro-physik.de/Phy/External/PhyH/1,,2-10-0-0-1-display_in_frame-0-0-,00.html?recordId=7134&table=NEWS

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Das Element Helium wurde nicht auf der Erde, sondern zuerst im Weltall entdeckt: Der Astronom Pierre Janssen fand im Sonnenspektrum eine unbekannte Spektrallinie und schloss daraus auf ein unbekanntes chemisches Element. Weil es in der Sonne entdeckt wurde, benannte man es nach dem griechischen Wort für Sonne - "helios". Weil die gelbe Spektrallinie nahe bei der von Natrium liegt, vermuteten die Forscher, dass es sich um ein Metall handelt, und gaben ihm die Endung -ium (so wie die Alkali- und Erdalkalimetalle).

Auf der Erde gibt es nur wenig Helium, weil es leichter als Luft ist und darum bis an den Oberrand der Atmosphäre aufsteigt. Bei gleicher thermischer Energie wie die anderen Gase erreichen die leichteren Heliumatome viel höhere Geschwindigkeiten und können daher leichter die Fluchtgeschwindigkeit zur Überwindung der Erdanziehung erreichen.

Allerdings ist Helium auch eines der wenigen Elemente, die auf der Erde neu entstehen: Alphateilchen sind besonders stabil (d.h. haben eine hohe Bindungsenergie), darum zerfallen viele radioaktive Elemente bevorzugt in Alphateilchen. Ein Alphateilchen ist aber nichts anderes als ein Heliumkern - wenn zwei Elektronen dazukommen (welche beim radioaktiven Zerfall ebenfalls frei werden), erhält man Helium. Dieses wird in der Erdkruste gebildet und steigt dann auf. An gasdichten Reservoiren sammelt es sich, genauso wie andere Gase, die aus dem Erdinneren aufsteigen; daher findet man Helium vor allem in Erdgaslagerstätten.

In der Sonne wird Helium ebenfalls erzeugt, allerdings nicht durch Kernspaltung (z.B. aus Uran), sondern durch Kernfusion (aus Wasserstoff). In Meteoriten entsteht Helium (v.a. He-3) durch Spallation mit kosmischer Strahlung.

Das Helium-Atom ist zwar viermal so schwer wie das Wasserstoff-Atom, aber Helium ist trotzdem als Traggas für z.B. Ballone geeignet, weil andere Atmosphärengase noch viel schwerer sind. Außerdem kommt Helium atomar vor, während die anderen Gase zweiatomige Moleküle sind - daher wiegt ein Heliumteilchen nur doppelt so viel wie ein Wasserstoffteilchen, gleichzeitig nur ein Siebtel im Vergleich zu einem Stickstoffteilchen.

Da Helium leichter als Luft ist, ist dessen Schallgeschwindigkeit höher. Deshalb wird die Stimme höher, wenn man Helium einatmet und dann spricht. Allerdings klingt sie dann unnatürlich, "Micky-Maus-artig". Grund: Die menschliche Stimme hat mehrere dominante Frequenzbereiche, die als Formanten bezeichnet werden; modelliert wird die Stimme durch die Tonerzeugung an der Stimmritze sowie mehrere Resonanzräume (Rachenraum, Mundraum, Nase), welche den Ton beeinflussen und einzelne Frequenzbereiche mehr oder weniger verstärken. Beim Sprechen verändert man diese Resonanzräume; bei gleicher Grundtonhöhe erzeugt man die unterschiedlichen Vokale, indem man die Resonanzräume verändert - umgekehrt erkennt eine technische Spracherkennung die Vokale am Verhältnis der Formanten. Durch die erhöhte Schallgeschwindigkeit verschiebt sich bei Helium der gesamte Frequenzbereich nach oben, inklusive der Lage der Formanten - dadurch ergibt sich ein Effekt wie beim Pitchbending. Um aus einer tiefen Männerstimme eine hohe Frauenstimme zu machen, muss man dagegen die Formanten erhalten.
Weil die Vokale vor allem über die ersten beiden Formanten erkannt werden, können bestimmte Vokale nicht mehr in hohen Tönen gesungen werden, weil dann die Grundfrequenz in den Bereich des ersten Formanten kommt - das macht Soprangesang teilweise schwer verständlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Helium
http://www.kfs.oeaw.ac.at/fsf/speech/speech1.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Formant

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Der Name des Elements "Phosphor" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "lichttragend", weil weißer Phosphor verdampft und unter Chemolumineszenz oxidiert. Entdeckt wurde Phosphor, als der Alchemist Hennig Brand auf der Suche nach dem Stein der Weisen Urin destillierte.

"Phosphoros" ist aber auch der Name des Sohnes der Göttin Eos (Göttin der Morgenröte). Auf lateinisch übersetzt heißt der "Lichtträger" jedoch "Lucifer"; im christlichen Bild war die Lichtgestalt Luzifer ein Engel, der vom Himmel fiel - er wurde mit Satan gleichgesetzt.

Einen ähnlich gebildeten Namen hat Christophorus: Laut der Sage ist er der "Christus-Träger".

Auf der Suche nach dem Stein der Weisen wurde noch mehr entdeckt: z.B. das Porzellan.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phosphor

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Das Rote Kreuz wurde im Jahr 1863 vom schweizer Geschäftsmann Henry Dunant gegründet; dieser hatte die Schlacht von Solferino und San Martino miterlebt und war entsetzt, wie schlecht die Versorgung der Verwundeten war. Als Symbol wählte er die umgedrehte Form der schweizer Flagge.

Die Schweiz hat ihren Namen und ihre Flagge vom Kanton Schwyz (bzw. vom gleichnamigen Hauptort des Kantons), der der größte der drei Urkantone (Uri, Schwyz, Unterwalden) ist. Diese haben sich angeblich 1291 auf der Rütli-Wiese (eine Bergwiese am Vierwaldstättersee) einen Eid auf ein ewiges Bündnis geschworen - daher der Begriff "Eidgenossenschaft" für die Schweiz.

Der Name "Schwyz" wurde daraufhin für die gesamte Schweiz verwendet und ins Mittelhochdeutsche übertragen; analog zu anderen Wörtern wurde dabei aus dem "i" ein "ei". Bei der Übertragung in andere Sprachen, die nichts mit der Entstehungsgeschichte des Deutschen zu tun haben, unterblieb dieser Schritt entsprechend; darum haben die die Wörter "Switzerland", "Suisse", "Svizzera" nach wie vor ein "i" statt einem "ei".

http://de.wikipedia.org/wiki/Rotes_Kreuz
http://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Schwyz

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Anfang des 20. Jahrhunderts gab es noch kaum synthetische Materialien, um luftdichte Hüllen anzufertigen. Weil gummierter Stoff schnell brüchig wird und zu statischer Aufladung neigt, fertigte man die Traggaszellen von Luftschiffen aus Goldschlägerhaut - das ist die Haut von Rinderblinddärmen (so genannt, weil man sie ursprünglich bei der Herstellung von Blattgold verwendete). Pro Gaszelle brauchte man die Haut von ca. 50000 Rindern, und das größte Luftschiff, die LZ 129 Hindenburg, hatte 16 Gaszellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldschl%C3%A4gerhaut

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Der Panamákanal verbindet den Atlantik im Osten mit dem Pazifik im Westen. Allerdings hat Mittelamerika beim Isthmus von Panamá eine s-förmige Gestalt, so dass die Einfahrt vom Pazifik östlicher liegt als die Einfahrt vom Atlantik.

Im Jahr 1928 wurde der Kanal zum ersten Mal durchschwommen. Weil die Durchquerung nur für Wasserfahrzeuge vorgesehen war, deren Gebühr nach Tonnage berechnet wird, wurde Richard Halliburton ebenfalls als Wasserfahrzeug klassifiziert; seine Benutzungsgebühr betrug 36 Cent.

http://de.wikipedia.org/wiki/Panama-Kanal

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Kernreaktoren müssen nicht unbedingt monströse Kraftwerksanlagen mit meterdicken Mauern sein, sondern man kann auch im Keller sein Mini-Kernkraftwerk haben: Es gibt an mehreren Hochschulen "Unterrichtsreaktoren"! Bei ihnen gibt es jedoch keine Gefahr, dass die Leistung des Reaktors außer Kontrolle gerät, denn sie ist sehr klein: mit 100 Milliwatt hat ein Unterrichtsreaktor nur etwa ein Zehnmilliardstel der Leistung eines Kernkraftwerks.

http://www.haw-hamburg.de/pers/Kaspar-Sickermann/sur/dsur1.html

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Der Klebstoff "Uhu" wurde nach der Eulenart benannt, weil auch andere Schreibwarenhersteller die Namen von Vögeln tragen - z.B. Pelikan, Marabu, Schwan, Greif.

http://www.uhu.de/faq/

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Der Kleinstaat Andorra hat seit dem Spätmittelalter zwei Staatsoberhäupter, welche als Co-Fürsten bezeichnet werden. Zuerst waren dies der Graf von Foix und der Bischof von Urgell (d.h. zwei Städte in Frankreich/Spanien, die in der Nähe von Andorra liegen). Während Letzterer immer noch Co-Fürst ist, haben die Rechte des Grafen von Foix mehrfach gewechselt, landeten schließlich beim französischen König, und so kommt es, dass heute der französische Staatspräsident gleichzeitig Co-Fürst von Andorra ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Co-F%C3%BCrst_von_Andorra

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Die Tinte von Tintenfischen besteht aus Melanin, das ist der selbe Farbstoff, der bei Menschen die Haut braun macht, die Haare färbt und aus dem Leberflecke bzw. Sommersprossen bestehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Melanin

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über artur steht jetzt was drin
(von: oli)

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Hoch fliegende Flugzeuge brauchen eine Druckkabine, damit die Passagiere genug Sauerstoff zum Atmen bekommen. Aber in der Kabine wird nicht der Luftdruck auf dem Boden gehalten, sondern ein Druck, der etwa 2500m Höhe entspricht, weil man ansonsten die Kabine wesentlich dicker und damit schwerer bauen müsste. Außerdem hätte man sonst bei der Landung auf hoch gelegenen Flughäfen das Problem, dass in der Kabine ein Überdruck herrscht - so passt man den Druck bereits vor der Landung langsam an den Bodendruck an. Trotzdem bläht sich ein Flugzeug durch den Druck in der Kabine während des Fluges um wenige Zentimeter auf.

Aber auch durch Erwärmung kann es Größenänderungen bei Flugzeugen geben: Bei der Concorde gab es im Cockpit eine ca. 2cm breite Spalte, die sich während des Flugs durch die Ausdehnung des Materials wegen der Reibungshitze bei Überschallflug schloss.

Beim Flugzeug Lockheed SR-71 (genannt "Blackbird") ist dieser Effekt sogar so stark, dass das Flugzeug, wenn es auf dem Boden steht, undicht ist, und erst durch die Luftreibung bei Geschwindigkeiten bis Mach 3,5 dicht wird. Daher wurde es mit wenig Treibstoff gestartet und erst nach dem Warmfliegen in der Luft vollgetankt.

Am 11. September 2001 wurden nach den Terroranschlägen in den USA sämtliche Maschinen aus dem Luftraum verbannt; es befanden sich ca. 6000 Flugzeuge über den USA, die in 45 Minuten alle auf den Boden gebracht wurden.

Bei Flugzeugflügeln zählt nicht nur das Profil bzw. dessen typischerweise asymmetrische Formgebung (oben gewölbter als unten), sondern auch der Anstellwinkel der Flügel. Aus diesem Grund kann man mit Flugzeugen auch auf dem Rücken fliegen, wenn man dabei die Flugzeugnase etwas nach oben zieht.

Wenn ein Flugzeug landet, zählt man jedes Aufsetzen und wieder Abfedern nach den Wochentagen durch. Der erste Aufsetzer heißt "Montag", der zweite "Dienstag" usw., und ab sechs Aufsetzern hat der Pilot eine "Wochenend-Landung" gemacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_SR-71
http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegersprache#Whiskey

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Moderne Farbkopierer haben einen Algorithmus eingebaut, mit dem das Kopieren von Geldscheinen verhindert werden soll. Banknoten werden u.a. an winzigen Kreisen, die in einer bestimmten Weise angeordnet sind, erkannt; das hat den lustigen Effekt, dass sich auch bestimmte Landkarten aus dem Ruhrgebiet nicht kopieren lassen, weil dort die Punkte, die die Städte markieren, ähnlich angeordnet sind.

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Restaurant-Schilder zeigen in Westeuropa Messer und Gabel, in Osteuropa dagegen Löffel und Gabel.

In Großbritannien sind die Löffel angeblich eher rund, weil man mehr seitlich von ihnen isst, während in Deutschland die Löffel länglicher sind, weil man sie von vorne in den Mund schiebt.

Die wohl bekannteste deutsche Autorin von Kochbüchern ist Henriette Davidis. Die Sitte, ein Rezept mit den Worten "Man nehme" zu beginnen, stammt von ihr. Nachdem das Haus, in dem sie lange Zeit gelebt hatte, für den Bau einer Eisenbahnstrecke abgerissen werden musste, wurde ihr Herd, an dem sie viele ihrer Rezepte entwickelt hatte, in eine der Eisenbahnbrücken eingemauert und ist dort heute noch zu sehen.

http://www.taz.de/pt/2005/01/22/a0314.nf/text.ges,1
http://de.wikipedia.org/wiki/Henriette_Davidis
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnstrecke_Witten-Schwelm

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In der Tora (d.h. die fünf Bücher Mose, der Pentateuch) werden die Bücher nach ihren Anfangswörtern benannt. Während man bei der Bibel von Genesis (Entstehung der Welt), Exodus (Auszug aus Ägypten), Levitikus (Leviten-Buch), Numeri (Zählung der Israeliten) und Deuteronomium (Wiederholung der Gesetze) spricht, heißen sie auf hebräisch Bereschit, Schemot, Wajikra, Bemidbar und Debarim.
Beispiel: Das erste Buch Mose beginnt im Hebräischen mit folgenden Worten:
"Bereschit bara elohim et-haschamajim we et-haarez Wehaaretz hajeta tohu wabohu, wechoschech al pene tehom, we ruach elohim merachefet al pene hamajim."
Deutsch: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser."
Die hebräischen Worte "tohu wabohu" bedeuten dabei "wüst und leer" (Luther-Übersetzung).

Auch die Enzykliken des Papstes werden nach ihren Anfangswörtern benannt (z.B. "Ut unum sint"); die meisten Enzykliken sind auf Latein geschrieben, aber auch andere Sprachen sind möglich; z.B. heißt die auf deutsch geschriebene Enzyklika zum Thema Nationalsozialismus "Mit brennender Sorge".

Die Septuaginta ist die altgriechische Übersetzung des Alten Testaments. Die griechischen Namen der Bücher klingen meist recht bekannt; es gibt aber Ausnahmen: Das Buch "Numeri" heißt auf griechisch "Arithmoi" (vgl. Arithmetik), und das Buch "Richter" heißt "Kritai" (vgl. kritisieren).

http://de.wikipedia.org/wiki/Tora
http://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta

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Das Raumschiff Enterprise gibt es wirklich. Das erste Space Shuttle trägt nämlich diesen Namen; es ist jedoch nicht raumflugfähig, sondern wurde nur für Testflüge von einem Flugzeug aus gebaut. Seitdem steht es in einem Museum bei Washington DC. Zur Untersuchung der Columbia-Katastrophe 2004 wurde ein Teil des Flügels der Enterprise entnommen und damit Beschusstests gemacht.

Der Haupttank des Space Shuttle enthält flüssigen Sauerstoff (oben, 604t) und Wasserstoff (unten, 101t). Damit die flüssigen tiefgekühlten Treibstoffe nicht auftauen bzw. damit außen nichts festfriert, ist der Tank von einer Polyurethan-Isolationsschicht umgeben (quasi Bauschaum). Die orange Farbe kommt von einem Schutzlack, der verhindert, dass sich die Isolierung mit Wasser vollsaugt.

Nach dem Start beschleunigt das 2000 Tonnen schwere Shuttle in 8 Sekunden auf 160 km/h, nach einer Minute ist mit 1600 km/h die Schallgeschwindigkeit weit überschritten. Nach zwei Minuten, in 45km Höhe und 4800 km/h schnell, werden die leergebrannten Feststoff-Booster (je 500t Treibstoff) abgeworfen, welche an Fallschirmen 225km vor der Küste Floridas im Meer landen. Im Haupttriebwerk verbrennen Wasserstoff und Sauerstoff bei 3315°C; damit das Triebwerk dabei nicht wegschmilzt, wird es mit flüssigem Treibstoff gekühlt. Gut 8 Minuten nach dem Start werden die Triebwerke ausgeschaltet; das Shuttle fliegt jetzt mit 8 km/s. Vom Beginn der Abbremsung bis zur Landung braucht das Shuttle eine Strecke von 8000km.

http://bernd-leitenberger.de/space-shuttle.html
http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/spaceshuttle/orb_enterprise.shtml

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Giraffen haben eine 45cm lange Zunge; angeblich können sie sich damit sogar die Ohren putzen.

Ein Zebra ist vermutlich deshalb gestreift, damit es von der Tse-Tse-Fliege nicht gesehen werden kann, welche Facettenaugen hat und daher nur große Flächen sehen kann.

Ein Bandwurm kann sich bei Nahrungsmangel zu 95% selber fressen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zebra

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Der höchste Berg der Erde ist der Mount Everest, bezogen auf die Höhe über dem Meeresspiegel (8850m).

Wenn man dagegen vom Fuß des Berges rechnet, ist der Mauna Kea in Hawaii (4205m über dem Meeresspiegel) der höchste Berg, weil er nicht von anderen Bergen umgeben ist, sondern direkt am Meeresgrund beginnt, welcher dort etwa 5000 Meter tief ist.
Der Meeresgrund ist übrigens rund um den Berg etwas tiefer, da der Berg durch sein Gewicht die Erdkruste etwas eindrückt. Etwas Ähnliches ist in Nordeuropa zu beobachten: Während der Eiszeiten war das Land von einem dicken Eispanzer bedeckt (bis zu 3000m dick), welcher durch sein Gewicht die Erdkruste nach unten drückte (das Eis war etwa so schwer wie 1000m Gestein, und so tief wurde das Land nach unten gedrückt). Seitdem das Eis weg ist, hebt sich das Land; Skandinavien steigt immer noch auf, je nach Ort bis zu einem Zentimeter pro Jahr. So sind auch die Fjorde entstanden: Während der Eiszeit lag der Meeresspiegel deutlich tiefer, so dass die Gletscher die Täler tiefer eingraben konnten als es heute möglich wäre. Daher sind die Fjorde deutlich tiefer als die angrenzende Nordsee. Später ist der Meeresspiegel angestiegen, gleichzeitig hat sich das Land gehoben, so dass die Fjorde heute sowohl unten Wasser haben als auch extrem weit nach oben ragen.

Der Punkt, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist, ist der Chimborazo in Ecuador. Er ist zwar nur 6310m hoch über dem Meeresspiegel, aber weil die Erde keine Kugel ist, sondern etwas abgeplattet und damit am Äquator ca. 20km dicker ist als an den Polen, sind Berge in Äquatornähe oft weiter vom Erdmittelpunkt entfernt als im Himalaya - ein weiteres solches Beispiel ist der Kilimandscharo.
Die Abplattung der Erde beträgt etwa 0,3%. Wenn man die Erde als rotierende flüssige Kugel betrachtet, ergibt sich ein zu geringer Wert für die Abplattung; erst wenn man die tatsächliche Dichtezunahme mit der Tiefe einsetzt, kommt man nahe an den tatsächlichen Wert, bekommt aber einen etwas zu hohen Wert - das liegt vermutlich daran, dass sich die Erde früher schneller gedreht hat als heute (sie wird durch die Gezeitenreibung abgebremst) und die Abplattung sich noch nicht der neuen Rotationsgeschwindigkeit angepasst hat.
Ähnlich ist es mit dem Erdkern: Der innere feste Kern schwimmt im flüssigen äußeren Kern; während der Erdmantel durch die Gezeitenreibung abgebremst wird, ist der innere Kern davon entkoppelt, darum rotiert er etwas schneller als der umgebende Rest der Erde. Bemerkt wurde dies durch das Verhalten seismischer Wellen; der Kern ist inhomogen, und seine Beeinflussung von aus dem selben Gebiet stammenden Erdbebenwellen ändert sich im Laufe der Zeit.

Der höchste Vulkan ist der Monte Pissis in Argentinien (6882m).

Die mittlere Landhöhe der Erde beträgt 875m, die mittlere Meerestiefe 3790m; die Nordhalbkugel ist zu 60,6%, die Südhalbkugel zu 80,9% von Ozeanen bedeckt.

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Im Bergbau heißt die Belüftung "Bewetterung", und man spricht von "matter Wetter" bei schlechter (sauerstoffarmer) Luft und von "schlagender Wetter" bei Luft mit explosiven Gasen. Früher strömte tatsächlich nur der natürliche Wind durch das Bergwerk, bzw. Temperaturunterschiede zwischen innen und außen ließen im Winter warme Luft aus dem Bergwerk hinaus nach oben steigen und im Sommer kalte Luft ins Bergwerk hinuntersinken (geschlossen wurde der Kreislauf durch den Erbstollen). Das Wetter außen hatte also Einfluss auf die Belüftung, daher der Name. Heute werden alle Bergwerke künstlich belüftet, und das ist die Bewetterung.

Die erste wirklich verwendbare Wettermaschine zur künstlichen Bewetterung war der Wetterofen: Über dem Bergwerk wurde ein Ofen mit Schornstein errichtet; das dort brennende Feuer saugte neue Luft an, die ihm aus dem Bergwerk zugeführt wurde. Entsprechend strömte durch den Einziehschacht Frischluft ins Bergwerk nach.

Das Em-Eukal-Eukalyptusbonbon hat übrigens seine Papierfahne deshalb, weil es für Bergleute gedacht war - diese sollten das Papier auch mit verschmutzten Fingern öffnen können, ohne das Bonbon dreckig zu machen.

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Dass das Betriebssystem Linux auf eine Initiative von Linus Torvalds zurückgeht, ist bekannt. Der Name entstand jedoch, als er einen FTP-Account für seinen rudimentären Unix-Betriebssystemkernel haben wollte - der Administrator teilte ihm den Account-Namen "Linux" zu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Unix#Freie_Unix-Derivate

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Funktionsweise einer Internet-Suchmaschine: Ein Crawler lädt Webseiten herunter und zerlegt den Inhalt in Wörter. Aus allen Webseiten wird eine Wortliste (= Suchindex, realisiert als Datenbank) erstellt, bei der zu jedem Wort dabeisteht, auf welchen Seiten und wie oft es dort zu finden ist. Wenn nun eine Suchanfrage kommt, muss nur in der Wortliste nachgeschaut werden. Je seltener ein Suchbegriff insgesamt vorkommt und je öfter er in einem speziellen Dokument auftaucht, desto weiter vorne erscheint dieses Dokument in den Suchergebnissen. Meist fließen noch zusätzliche Bewertungsverfahren ein, z.B. werden Wörter in Überschriften oder in der Webseiten-URL stärker gewichtet.

Google verwendet das bekannte "PageRank"-Verfahren, welches bedeutet, dass eine Webseite umso stärker bewertet wird, je mehr andere Seiten sie verlinken und je wichtiger die verlinkenden Seiten sind. Benannt ist dieses Verfahren aber nicht nach dem Begriff "Webpage", sondern dem Erfinder Lawrence (Larry) Page, einer der Gründer von Google.

Die Suchmaschine Google ist übrigens nach dem mathematischen Begriff "Googol" benannt, der die Zahl 10^100 bedeutet (eine extrem große Zahl, mehr als die geschätzte Zahl der Elementarteilchen im Universum).

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Einen Heckscheibenwischer findet man praktisch nur bei Autos mit Steilheck. Grund dafür ist die Aerodynamik: Ein flaches Heck ist aerodynamisch günstiger, der Fahrtwind fließt laminar über das Dach und die Heckscheibe nach hinten weg. Bei einem Steilheck reißt die Strömung dagegen abrupt ab, es kommt zu Verwirbelungen, die auch Luft von der Straße nach oben ansaugen - und damit den Dreck, der sich auf der Scheibe niederschlägt.

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Die Stadt Berwick-upon-Tweed ist die nördlichste Stadt Englands und liegt an der Grenze zu Schottland. Weil sie in ihrer Geschichte auch zeitweise zu Schottland gehörte, wurden politische Verträge oft mit der Formulierung "England, Schottland und Berwick-upon-Tweed" geschlossen. Eines dieser Dokumente war die Kriegserklärung an Russland von 1853; beim Friedensvertrag wurde die Stadt nicht explizit erwähnt (nur England und Schottland), daher herrschte dort formell bis 1966 Krieg mit Russland, als schließlich ein formeller Friedensvertrag unterschrieben wurde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Berwick-upon-Tweed

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Beim Hochsprung braucht der Athlet weniger Sprungkraft, als zum Anheben seines Körpers über die Latte nötig wäre, weil er sich bei Techniken wie Straddle oder Fosbury-Flop derart über die Latte windet, dass sein Körperschwerpunkt die ganze Zeit unterhalb der Latte bleibt, d.h. die Latte unterquert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fosbury-Flop

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Eine Kette, die zwischen zwei Punkten aufgehängt wird, beschreibt eine Kurve, welche als Kettenlinie (Katenoide) bezeichnet wird. Mathematisch handelt es sich bei dieser Funktion um einen Cosinus Hyperbolicus. Dies ergibt sich, wenn man jeweils einzelne Kettenglieder betrachtet: Auf jedes Kettenglied wirkt sowohl die Zugkraft von den Nachbargliedern als auch die eigene Gewichtskraft; der Vektor der eigenen Gewichtskraft ist gleich dem Unterschied der Vektoren zu den Nachbargliedern. Wenn man nun von Kettengliedern zu infinitesimalen Elementen geht, ergibt sich eine Differenzialgleichung, deren Lösung der Cosinus Hyperbolicus ist.

Eine interessante Anwendung der Kettenlinie ist, sie auf den Kopf zu stellen. Bei einer hängenden Kette wirkt die Zugkraft (die durch das Eigengewicht verursacht wird) genau in Kettenrichtung; wenn man also die Kettenlinie umdreht, erhält man einen Bogen, dessen Eigengewicht sich ebenfalls entlang seines eigenen Verlaufs verteilt - es treten keine Scherkräfte auf. Genau diese Scherkräfte sind es jedoch, die Bauwerke instabil machen - während Steine sehr stabil gegenüber Druckbelastungen sind, halten sie kaum Zugbelastungen aus (Mörtel sorgt nur dafür, dass die Steine besser aufeinander sitzen, aber hat praktisch keine klebende Wirkung). Ein Bogen oder Gewölbe stürzt also meist nicht deshalb ein, weil die Steine zu wenig Druck aushalten (und zerbröseln), sondern weil sie durch Scherkräfte nach außen ausbrechen. Verhindert wird das z.B. bei gotischen Kathedralen durch äußere Abstützungen (Strebepfeiler; entweder außen sichtbar oder im Inneren versteckt, so ergibt sich die Unterteilung der Seitenschiffe in kleine Kapellen) oder Zuganker aus Metall, oder durch Materialien, die auch Zugbelastungen aushalten (z.B. Stahlbeton). Ein Bogen, der in Form einer Katenoide gebaut ist, braucht dagegen keine Verstärkung gegen Scherkräfte, um sein Eigengewicht zu tragen. Beispiel eines solchen Bogens: Gateway Arch in St. Louis (USA).
Da es in früheren Zeiten noch keine mathematischen Verfahren gab, um die Belastungen von Bauwerken zu berechnen, verwendete man dieses Verfahren auch für kompliziertere Gebäude - man bildete das Tragwerk eines Gebäudes durch Schnüre nach und hängte es kopfüber auf, so konnte schnell z.B. die Statik einer gotischen Kathedrale bestimmt werden.

http://teacher.eduhi.at/alindner/Dyn_Geometrie/kettenlinie/
http://mathsrv.ku-eichstaett.de/MGF/homes/grothmann/Projekte/Kettenlinie/
http://de.wikipedia.org/wiki/Strebepfeiler
http://de.wikipedia.org/wiki/Bogen_%28Architektur%29

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Eine CD hat einen Durchmesser von 12cm. Angeblich hätte sie ursprünglich einen Durchmesser von 10cm haben sollen mit Plaltz für 60 Minuten Musik; allerdings wollten angeblich der Vizepräsident von Sony Beethovens 9. Sinfonie darauf unterbringen können, welche 74 Minuten lang ist, darum wurden die Audio-CDs auf das heutige Maß vergrößert.

Die Nennkapazität von 650 MB ergibt sich übrigens aus dem Unterschied der Fehlerkorrekturmechanismen bei Audio- und Daten-CD: Eine Audio-CD speichert pro Sekunde 44100 Samples mit je 16 Bit in zwei Stereo-Kanälen, das ergibt in 74 Minuten etwa 747 MB. Die Sektorgröße beträgt 2352 Bytes (= 1/75 Sekunde Musik). Bei Daten-CDs hat man zusätzliche Prüfsummen eingeführt, wodurch die Nutzdatenmenge pro Sektor nur noch 2048 Bytes beträgt; das ergibt eine Gesamtdatenmenge von 650 MB. (Es gibt allerdings noch weitere Formate für Video-CDs, welche zugunsten einer höheren Speicherkapazität weniger Prüfsummen besitzen.)

http://de.wikipedia.org/wiki/CD-ROM

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Warum platzen Seifenblasen, selbst wenn sie keinen Gegenstand berühren? Durch die Schwerkraft sinkt die Seife nach unten, so dass die Blase oben immer dünner wird und irgendwann aufreißt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Seifenblase

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Hochspannungsleitungen brummen bei feuchtem Wetter, weil sich Wassertropfen auf ihnen ablagern; da Wasser eine polare Flüssigkeit ist, werden die Tropfen durch das elektrische Feld verformt, und das äußert sich in einem Geräusch. Weil die Verformung bei beiden Polaritäten der Spannung geschieht, verformt sich der Tropfen in jeder Wechselstromperiode zweimal, daher brummen die Tropfen mit 100 Hertz.

Für Hochspannungsleitungen verwendet man meist Aluminiumleitungen (bzw. Tragseile aus Stahl, umgeben von Aluminium). Kupfer hat zwar eine bessere Leitfähigkeit, aber wegen des Skineffekts braucht man bei Wechselstrom eine möglichst große Oberfläche, und Aluminium ist leichter und kann deshalb größer gebaut werden. Außerdem verwendet man Bündelleitungen, die aus mehreren einzelnen Drähten zusammengesetzt sind, was ebenfalls die Oberfläche vergrößert.
Skineffekt: Bei Wechselstrom verändert sich die Stromstärke und damit das Magnetfeld; dies erzeugt Wirbelströme im Inneren des Leiters, welche den Strom behindern, so dass bei zunehmender Frequenz die Stromleitung vor allem an der Oberfläche geschieht.

Wenn die Anzahl der Leiterseile auf einem Hochspannungsmast ungerade ist, installiert man noch eine sogenannte Ankerphase (ein nicht für den Stromtransport genutztes Kabel, aber oft zur Datenübertragung), um auf beide Masthälften die gleiche Gewichtskraft zu bringen.

Für Hochspannungsmasten für zwei Drehstromkreise (= 6 Kabel) gibt es folgende Bauformen ("Mastbild"): Donaumast (zwei Ebenen, unten 4, oben 2 Leitungen; am häufigsten in Westdeutschland), Einebenenanordnung (alle 6 Leitungen auf einer Ebene, ergibt besonders niedrige Masten, vor allem in Ostdeutschland) und Tonnenmast (drei Ebenen mit je zwei Leitungen, ergibt besonders schmale Leitungstrassen). Außerdem gibt es den Tannenbaummast und, v.a. im Ausland, Delta- (sich gabelnde Masten) und Portalmasten (d.h. Masten mit zwei Stützen).
Das oberste Kabel einer Hochspannungsleitung ist übrigens der Blitzschutz. Manche Leitungen haben auch eine v-förmige Doppelspitze mit zwei Blitzschutzkabeln.

Den größten Abstand zweier Hochspannungsmasten in Deutschland findet man bei der "Anlage 615" bei der Überquerung des Eyachtales mit 1444m. Die höchsten Hochspannungsmasten der Welt sind die "Elbekreuzung 2" bei Stade; damit für Schiffe eine Durchfahrtshöhe von 75 Metern bleibt, sind die Tragmasten insgesamt 227 Meter hoch. Vorbild für die Elbekreuzung war die Freileitung über die Straße von Messina; wegen der nötigen großen Spannweite (3 km) mussten Stahlseile eingesetzt werden, wegen der Windbelastung keine Bündelleiter, darum stieß die Leitung bald an die Grenzen ihrer Kapazität und wurde durch ein Kabel ersetzt. Die beiden längsten Spannweiten zwischen zwei Hochspannungsmasten befinden sich jedoch in Grönland (5376 m) und Norwegen (am Sognefjord, 4597 m).

Das Kohlekraftwerk Ekibastus in Kasachstan hat die höchsten Schornsteine der Welt: 422m hoch. Mit einer Leistung von insgesamt 5 Gigawatt ist es eines der größten Kohlekraftwerke der Welt. Von dort aus führt eine Drehstromleitung nach Elektrostal, welche für eine Spannung von 1150 kV ausgelegt ist - die höchste Spannung einer Hochspannungsfreileitung der Welt. Die höchsten Schornsteine Deutschlands befinden sich ebenfalls bei einem Kohlekraftwerk, dem größten Europas, in Gelsenkirchen-Scholven.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungsleitung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraftwerk_Ekibastus
http://de.wikipedia.org/wiki/Freileitungsmast
http://www.statnett.no/default.aspx?ChannelID=1307

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Der Name des Wiener Flughafens, Schwechat, kommt vom Wort "swechant", was "die Stinkende" bedeutet. Das hat aber weder mit dem Flugbetrieb noch mit den ganzen umliegenden Raffinerien zu tun, sondern vom gleichnamigen Fluss; in Baden bei Wien fließt das Wasser von Schwefelquellen hinein, welches für den Gestank sorgt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwechat_%28Fluss%29

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Brieftauben wurden v.a. in früheren Zeiten in Situationen eingesetzt, in denen keine fest installierte Nachrichtenverbindung existierte bzw. möglich war und die Nachrichten schnell überbracht werden mussten. Typischer Einsatzzweck waren Belagerungen in Kriegen; beispielsweise wurde im Deutsch-Französischen Krieg die Kommunikation des belagerten Paris mit Tauben gewährleistet. Von Paris aus wurden Nachrichten und Tauben mit unlenkbaren Ballonen herausgeflogen; die Tauben kehrten dann mit Nachrichten von der anderen Seite zurück (Startpunkt war Tours). Durch fotografische Verkleinerung konnte eine Taube bis zu 40000 Kurznachrichten transportieren, so wurden rund zwei Millionen Briefe in die belagerte Stadt gebracht. Aber auch Teilnehmer der olympischen Spiele in der Antike berichteten von ihrem Sieg per Taubenpost, und die Familie Rothschild konnte einen großen Aktiengewinn durch von Tauben überbrachtes Insiderwissen einfahren: Sie wussten früher vom britischen Sieg bei Waterloo als der britische Premierminister. Auch Paul Julius Reuter, der später in London die bekannte Nachrichtenagentur Reuters gründete, begann mit der Nachrichtenbeföderderung durch Brieftauben, die eine Lücke im Telegraphennetz zwischen Brüssel und Aachen ausnutzte: seine Brieftauben der schnellste Weg für Börsennachrichten zwischen diesen Städten, schneller als die Eisenbahn.

RFC 1149 beschreibt sogar den Transport von IP-Paketen mit Brieftauben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Taubenpost

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Im Englischen heißt der Lauf einer Schusswaffe "gun barrel". "Gun" kommt vom Namen einer Waffe, "Lady Gunilda" (zuerst ein Bogen, später auch Schusswaffen), dabei bedeutet das germanische Wort "gund" (wie z.B. auch im Namen "Gunda") soviel wie "Krieg, Kampf". "Barrel" kommt daher, dass die ersten Kanonen nicht aus Metall gegossen wurden, sondern von Schäfflern hergestellt wurden, es waren quasi sehr lange und dickwandige Holzfässer.

Bei den ersten Gewehren musste die Treibladung per Hand angezündet werden. Die folgenden Modelle verwendeten ein Luntenschloss, wo permanent eine eingespannte Lunte brannte; beim Abdrücken wurde die Lunte zur Treibladung gebracht. Das hatte den Vorteil, dass sich der Schütze auf das Zielen konzentrieren konnte, statt dabei auch noch die Treibladung anzünden zu müssen. Nachteil war, dass die Lunte (in Salpeterlösung getränkte Baumwollschnur) permanent vor sich hin glimmte und einen verräterischen Geruch verbreitete - daher der Begriff "Lunte riechen".
Die nächste Verbesserung waren Gewehre mit Steinschloss; in diesem steckt ein Stück Feuerstein (Flintstein), welches beim Auslösen den Zündfunken liefert - daher heißen diese Gewehre "Flinte". Aber auch diese Gewehre waren oft genug unzuverlässig, dem Schützen blieb nur die Flucht - er musste "die Flinte ins Korn werfen". Abgelöst wurde das Steinschloss dann durch das zuverlässigere Perkussionsschloss, wo ein Hämmerchen auf eine Kapsel mit Knallquecksilber schlägt.

Eine Pumpgun ist benannt nach der pumpenden Bewegung, mit der man sie lädt.

Kanonen auf Schiffen töteten nicht durch die Kugeln, sondern durch die geschossartigen Splitter beim Einschlag in die Bordwand.

http://en.wiktionary.org/wiki/Gun
http://de.wikipedia.org/wiki/Flinte

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Die meisten slawischen Staaten in Europa haben als Nationalfarben Rot, Weiß und Blau. Der Grund dafür ist die panslawistische Bewegung: Im 19. Jahrhundert waren alle slawischen Völker, mit Ausnahme der Russen, in andere Vielvölkerstaaten integriert. Darum diente ihnen Russland mit seinen Nationalfarben als Vorbild.

Die russische Nationalflagge sieht nicht nur ähnlich aus wie die holländische Flagge, sie hat auch wirklich etwas mit ihr zu tun: Zar Peter der Große reiste in die Niederlande, um sich über Schiffbau zu informieren, und erkannte dabei die Notwendigkeit einer Flagge für die russische Marine. Er orientierte sich bei der Gestaltung an der holländischen Flagge (drei horizontale Streifen), jedoch nur zum Teil bei den Farben - die holländische Flagge hatte damals noch Orange statt Rot in ihren Farben.

Übrigens hatte St. Petersburg (die nördlichste Millionenstadt der Welt) anfangs den holländischen Namen Sankt-Pieterburch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Russlands
http://w-akten.de/antworten/fragen_1.phtml
http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Petersburg

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Das Matchbox-Auto verdankt seine Existenz zweier Vorschriften. Das britische Steuerrecht machte die Lagerbestände eines Unternehmens am 1. Januar zur Berechnungsgrundlage der Besteuerung - dies führte dazu, dass Zulieferfirmen in den letzten Monaten eines Jahres kaum noch Aufträge bekam, um die Lagerbestände der Auftraggeber niedrig zu halten; entsprechend waren Kapazitäten in den Produktionsmaschinen frei. Und so produzierte der Zinkguss-Spezialist Jack Odell dort ein Spielzeugauto für seine Tochter. Kinder durften kein Spielzeug mit in die Schule nehmen, welches größer als eine Streichholzschachtel ist, entsprechend bestimmte diese die Größe der Spielzeugautos und wurde auch deren Markenname.

http://de.wikipedia.org/wiki/Matchbox

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"Vinyl" kommt von "vinum" = "Wein": Polyvinylchlorid (PVC) wird aus Ethen hergestellt, was chemisch ähnlich zu Ethanol = Alkohol ist.

http://w-akten.de/antworten/diverseantworten.phtml

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Im Großraum Tokio leben 28 Millionen Menschen, das ist etwa die Einwohnerzahl von Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zusammengenommen auf der Fläche des Saarlands.

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Bei Wasser schneiden sich die Kurven von Dichte und Gefrierpunkt bei zunehmendem Salzgehalt; der Schnittpunkt liegt bei etwa 2,5% Salzgehalt. Meerwasser ist salziger (durchschnittlich 3,5%; salziger ist es in den Tropen wegen hoher Verdunstung, weniger salzig in Randmeeren, in die viele Flüsse münden), darum hat Meerwasser kein Dichtemaximum bei 4°C oder darunter, sondern wird immer schwerer bis es gefriert. Dadurch bleibt bei Süßwasser das kälteste Wasser an der Oberfläche, so dass Gewässer leicht zufrieren, während kaltes Meerwasser immer absinkt.

Weil Wassermoleküle polar sind (d.h. sie sind haben eine positiv und eine negativ geladene Seite), ordnen sie sich beim Gefrieren zu einem Gitter mit ringförmigen Strukturen an; dies braucht mehr Platz als eine chaotische "Verschachtelung", darum ist Eis leichter als Wasser. Allerdings dehnt sich Wasser bei Erwärmung auch aus; würde Wasser nicht verdampfen, hätte es bei etwa 150°C die selbe Dichte wie Eis (917 Gramm pro Liter), d.h. Eis würde dann nicht mehr schwimmen.

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Weil die Dauer eines Umlaufs der Erde um die Sonne nicht gleich einer ganzen Zahl von Tagen ist, braucht man Schalttage, um dies auszugleichen. Der julianische Kalender fügte alle vier Jahre einen Schalttag ein; dies reichte aber nicht, das julianische Jahr ist nämlich ca. 11 Minuten zu lang. Vom Konzil von Nizäa im Jahr 325 bis zum Jahr 1582 hatte sich deshalb die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche vom 21. März auf den 11. März verschoben. Dies wurde durch den gregorianischen Kalender korrigiert - im Jahr 1582 wurden 10 Tage übersprungen, auf den 4. Oktober folgte der 15. Oktober (die Wochentage wurden jedoch weitergezählt). Weil diese Kalenderreform von Papst Gregor XIII. ausging, wurde sie von den orthodoxen Kirchen nicht mitgemacht - mit dem Ergebnis, dass diese noch bis ins 20. Jahrhundert nach dem julianischen Kalender lebten. Daher war die russische Oktoberrevolution eigentlich am 7. November (am 25. Oktober nach dem julianischen Kalender).

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Bierflaschen sind meist braun, weil dadurch das UV-Licht ferngehalten wird, welches das Bier schlecht werden lässt. Die Becks-Brauerei verwendet traditionell grüne Flaschen; angeblich, weil sie von einem Weinflaschenhersteller beliefert wurden, der nur grüne Flaschen im Angebot hatte.

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Die Hälfte des gesamten Flusswassers fließt in den 70 größten Flüssen.

Ein Fluss, der ins Meer fließt, wird Strom genannt.

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Die 5-DM-Münze wurde "Heiermann" genannt - das kommt vom hebräischen Buchstaben "He", in jiddischer Aussprache "Hei", der gleichzeitig den Zahlwert 5 repräsentiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heiermann

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Südlich zwischen Amsterdam und Haarlem befand sich einmal ein großer See, genannt "Haarlemmermeer". Nachdem im 19. Jahrhundert ein Sturm große Flutschäden angerichtet hatte, beschloss man, den See trocken zu legen. Heute befindet sich im Bereich des ehemaligen Sees der Amsterdamer Flughafen Schiphol, der deshalb mit einer durchschnittlichen Höhe von 3 Metern unter dem Meeresspiegel der am tiefsten gelegene Flughafen der Welt ist.

Zum Namen "Haarlemmermeer": Im Holländischen bezeichnet "meer" einen See und "zee" ein Meer; daher auch die Umbenennung "Zuiderzee" in "IJsselmeer", nachdem die Meeresbucht durch einen Damm zu einem Süßwassersee wurde.

Die Provinz Flevoland ist übrigens rundum von Wasser umgeben (Ketelmeer, Veluwemeer), weil sich gezeigt hat, dass das angrenzende alte Land durch einen neu angelegten direkt anschließenden Polder austrocknet - da der Polder unter dem Meeresspiegel liegt (er ist ja leergepumpter Meeresboden, welcher durch die Austrocknung noch zusätzlich abgesunken ist), läuft das Grundwasser aus dem alten Land dorthin.

Die Stadt Urk war früher mal eine Insel und kam erst durch den Bau des Noordoostpolders an die Küste des IJsselmeers.

http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Amsterdam
http://de.wikipedia.org/wiki/Zuiderzeewerke

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Die Autobahn A6 wurde zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gebaut. Der Abschnitt zwischen Landstuhl und Kaiserslautern wurde in dieser Zeit als Militärflugplatz genutzt; nach dem Krieg verwendete die US-Armee dieses Autobahnstück weiter als Flughafen und errichtete dort die Air Force Base Ramstein. Die Autobahn wurde dort neu trassiert und im Süden des Flughafens herumgeleitet. Die westliche und östliche Zufahrtsstraße zum US-Gelände ist die ehemalige Autobahn.

Die einzige deutsche Autobahnausfahrt, die nach links abzweigt, ist die Ausfahrt Gärtringen an der A81. Hier sollte nämlich ursprünglich ein Autobahnkreuz entstehen.

Das Wetzlarer Kreuz ist das einzige deutsche Autobahnkreuz, das als Malteserkreuz ausgeführt ist. Diese Bauform braucht weniger Platz und erlaubt höhere Geschwindigkeiten, erfordert aber ein kompliziertes Brückenbauwerk, bei dem mindestens vier Ebenen übereinander liegen.

Die A66 verläuft zwischen den Anschlussstellen 14 (Frankfurt-Zeilsheim) und 17 (Eschborn) auf der Trasse der Elisabethenstraße, einer Altstraße aus der Zeit des Fränkischen Reichs. Die B1 verläuft ungefähr entlang der Route des Hellwegs, einer alten Handelsstraße von Brügge bis Nowgorod; auch der Westenhellweg, die zentrale Einkaufsstraße von Dortmund, ist Teil des ehemaligen Hellwegs.

Die A73 verläuft im Stadtgebiet von Nürnberg (als Frankenschnellweg) auf der Trasse des ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanals, welcher der Vorläufer des Rhein-Main-Donau-Kanals war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_6
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_81
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_66
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_73

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Damit Briefmarken kleben, werden sie auf der Rückseite gummiert. Weil man die Gummierung meist mit der Zunge anfeuchtet, hat die Deutsche Bundespost im Jahr 1955 mit einer Gummierung experimentiert, die Pfefferminzgeschmack hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gummierung_bei_Briefmarken

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Der Bodensee wurde immer nach umliegenden Orten benannt: In der Römerzeit hieß er "Lacus Brigantinus" nach der Stadt Bregenz, auf englisch und französisch nennt man ihn "Lake Constance" bzw. "Lac de Constance" nach der Stadt Konstanz, und auch der deutsche Name kommt von einem Ort - nämlich Bodman am Überlinger See.

Durchschnittlich alle 70 Jahre friert der See komplett zu; dies nennt man "Seegfrörne". Seit 875 ist das 33 mal passiert; dabei gibt es die Tradition, dass in einer Prozession eine Johannes-Büste von Münsterlingen nach Hagnau bzw. umgekehrt gebracht wird, wo sie bis zur nächsten Seegfrörne bleibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bodensee

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Die größte Koralleninsel (= Atoll) erstreckt sich von London bis Paris: es handelt sich um die Weihnachtsinsel (Kirimati) im Pazifik (zu Kiribati gehörend), die fünf Hauptorte heißen London, Banana, Tabwakea, Poland und Paris.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kiritimati

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Es dürfte bekannt sein, dass der Fluss, der durch den Ammersee fließt, dabei seinen Namen ändert: Als Ammer kommt er aus dem gleichnamigen Gebirge, verlässt dieses bei Unterammergau, durchfließt die Ammerschlucht bis Peißenberg und fließt anschließend (nach starker Richtungsänderung) Richtung Ammersee. Hinter dem Ammersee bis zur Mündung in die Isar heißt der Fluss Amper.
Aber bereits die Quellen der Amper sind keine "richtigen" Quellen, denn sie liefern das Wasser der Linder (bekannt von Schloss Linderhof), welche 10km entfernt entspringt und nach 4km in den karstigen Untergrund versickert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Amper

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Zur Erdvermessung wurden die LAGEOS-Satelliten (LAser GEOdanymic Satellite) in den Jahren 1976 bzw. 1992 gestartet; sie reflektieren Laserstrahlen, und aus den Laufzeitveränderungen lassen sich Rückschlüsse z.B. auf die Kontinentalplattendrift schließen. Um eine stabile Umlaufbahn zu bekommen, sind die Satelliten sehr schwer und fliegen sehr hoch; dadurch ergibt sich, dass die Satelliten vermutlich 8 Millionen Jahre lang um die Erde kreisen werden, bis sie abstürzen. Weil - falls es dann noch Menschen geben sollte - diese nichts mehr über die Herkunft der Satelliten wissen, ist auf ihnen eine Plakette, die die Herkunft symbolisiert.

Ebenso haben die Raumsonden Pioneer-10 und -11 und Voyager-1 und -2 Nachrichten an intelligente (allerdings außerirdische) Lebensformen an Bord.

http://www.signale.de/lageos/plakette.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Pioneer-Plakette
http://de.wikipedia.org/wiki/Sounds_of_Earth

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Der Weltraumbahnhof der UdSSR wurde in der kasachischen Wüste eingerichtet, nahe des Ortes Tjuratam. Nachdem Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, von dort gestartet war, wollte man den Startplatz bekannt geben - ohne zu verraten, wo er genau liegt. Darum nannte man das Kosmodrom "Baikonur", nach einem Ort, der 320km nordöstlich des Geländes liegt. Bei Tjuratam wurde eine Siedlung aus dem Boden gestampft, die den Namen "Leninsk" trug und bis zu 100000 Einwohner beherbergte; nach der Wende wurde Leninsk umbenannt zu "Baikonur" - das originale Baikonur wird heute in Turk-Schreibweise "Baiqongyr" geschrieben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Baikonyr

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Das älteste Gebäude von Hamburg befindet sich nicht in der Stadt, sondern 100 km weiter westlich bei Cuxhaven - es ist der Leuchtturm der Insel Neuwerk, der 1310 fertig gestellt wurde. Hamburg bekam die Insel im Jahr 1299, um darauf einen Leuchtturm zu errichten.

Das erste Offshore-Bauwerk der Welt war der Leuchtturm Roter Sand an der Wesermündung.

http://www.neuwerk-insel.de/infos.html

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Sonnenblumenöl besteht aus Sonnenblumen Maisöl besteht aus Mais woraus besteht BABYÖL ????
(von: LARA)

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Schotts Sammelsurium bittet sowas jetzt in Buchform. Es leben die ein wenig überflüssigen aber immer wieder lesenswerten Wissensansammlungen!
(von: Freya)

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Christoph Kolumbus´ Vater war Wollweber ! Er hatte 2 Brüder !
(von: Julia Schwarz)

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Ihr seid Scheiße
(von: Sag och noch)

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In Operationssälen werden grüne Kittel getragen, weil erstens weiße Kittel unter den hellen Lampen viel zu grell aussehen würden, und zweitens weil die Ärzte während der OP viel rotes Blut sehen und deshalb auf hellem Untergrund grüne Flecken als Nachbild sehen würden.

http://www.fragenohneantwort.de/fragen/frage66.htm

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Theoretisch findet der Sonnenauf- bzw. -untergang statt, wenn die Sonne den Horizont (= gedachte Tangentialebene an die Erde am Standpunkt des Beobachters) quert. Allerdings gibt es da noch die Atmosphäre, die die Sonnenstrahlen bricht, so dass man die Sonne noch sehen kann, wenn sie eigentlich schon untergegangen ist. Darum gibt es verschiedene Definitionen der Dämmerung:
- Die bürgerliche Dämmerung beginnt/endet, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht.
- Die nautische Dämmerung geht bis zu einem Sonnenstand von 12° unter den Horizont, in dieser Zeit kann man zur Astronavigation sowohl den Horizont als auch die Sterne sehen.
- Die astronomische Dämmerung geht bis 18° unter den Horizont.
Der Tiefststand der Sonne unter dem Horizont (d.h. bei Mitternacht) beträgt bei Tag- und Nacht-Gleiche 90° minus geographischer Breite; zur Sommersonnenwende steht sie um den Betrag der Erdachsenneigung von 23,5° höher, also 66,5° minus Breite. Das bedeutet, dass es in Deutschland in den Tagen der Sommersonnenwende astronomisch gesehen nicht dunkel wird, weil die Sonne weniger als 18° unter dem Horizont steht. Man kann tatsächlich erkennen, dass der Nachthimmel im Norden am hellsten ist.

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Ein paar interessante Dinge, gefunden bei http://www.g-buschbacher.de/ :

Die Innenflächen von Händen und Füßen werden im Wasser schrumpelig, weil dort keine Drüsen sitzen, die Fett absondern => Wasser kann in die Haut eindringen und sie aufquellen lassen.

Ferkel saugen immer nur an einer Zitze.

Die Kloakentiere (Schnabeltier und Ameisenigel) sind die einzigen Säugetiere, die Eier legen und giftig sind.

Bei Bäumen ist im Winter das Erfrieren nicht die größte Gefahr, sondern das Vertrocknen, weil aus dem gefrorenen Boden kein Wasser nachgesaugt werden kann. Da die Verdunstung über die Blätter erfolgt, werden sie vor dem Winter abgeworfen. Zuvor werden aber noch für die Pflanze wertvolle Stoffe abgezogen (z.B. Chlorophyll), darum verfärben sich die Blätter.

Angeblich stammt der Begriff "Känguru" aus einer Sprache der Aborigines und heißt "ich verstehe nicht" - auf die Frage von James Cook, wie dieses Tier heißt.

Der Notenschlüssel am Anfang einer Notenzeile legt fest, welchen Tonhöhen die Zeilen entsprechen, d.h. die Position auf den Zeilen alleine sagt noch nichts aus (und um mit möglichst wenigen Hilfslinien auszukommen, wollte man die Noten natürlich in der Mitte der Notenzeilen haben, wodurch eine Definition per Notenschlüssel nötig wird). Das Gleiche galt früher für die Tasten der Orgeln - deshalb waren sie mit den Tonhöhen beschriftet, d.h. mit den zugehörigen Buchstaben oder eben Schlüsseln (z.B. der Violinschlüssel wird auch G-Schlüssel genannt). Daher kommt der Begriff "Keyboard", aber auch "Klavier" (lat. clavis = Schlüssel).

Die Mikrowelle wurde angeblich erfunden, weil bei einem Wissenschaftler, der an einem Radargerät vorbei ging, die Schokolade in der Tasche schmolz.

Heißes Wasser gefriert schneller als kaltes, weil sich bei kaltem Wasser bald oben eine Eisschicht bildet, die isolierend wirkt. Anfangs warmes Wasser gefriert dagegen, wenn man es von unten kühlt, zuerst unten.

Mit dem Salz aus dem Meer könnte man sämtliches Land 150m dick bedecken.

Die Legende, dass Adelige blaues Blut haben, kommt aus Spanien. Wie im Hochadel üblich, stammten die Herrscher nicht unbedingt aus Spanien, sondern aus dem ganzen europäischen Hochadel - und hatten deshalb keine südeuropäisch-dunkle Haut, sondern eine helle Haut, unter der man die Venen bläulich erkennen kann. (Und natürlich hat es ein Herrscher nicht nötig, in die Sonne zu gehen.)
(Anmerkung: Blaues Blut ist tatsächlich biologisch möglich. Die rote Farbe stammt vom Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, welches ein Eisenkomplex ist. Bei manchen Tieren, z.B. Oktopus, ist das Eisen durch Kupfer ersetzt, entsprechend ist das Blut blau.)

Der Begriff "bug" für einen Computerfehler stammt angeblich von Grace Murray Hopper, die am 9.9.1945 eine Motte als Verursacher von Störungen in den Schaltkreisen des Rechners Mark II entdeckt hatte. Allerdings heißt es, dass der Begriff schon seit Edison in Verwendung ist, da dieser 1889 ein Insekt als Störungsursache in seinem Phonographen fand.

Der Bikini wurde vom französischen Designer Louis Reyar erfunden. Zu diesem Namen wurde er inspiriert durch die amerikanischen Atomtests am Bikini-Atoll.

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Beim Begriff "Eiffelturm" fragt man sich vielleicht, ob dieses Gebäude etwas mit der Landschaft Eifel zu tun hat. Dieser Gedanke ist gar nicht so falsch, denn der Turm ist nach seinem Konstrukteur Gustave Eiffel benannt - und dessen Vorfahren stammen aus dem Ort Marmagen in der Eifel. Eigentlich hieß die Familie mit Nachnamen "Bönickhausen", aber das konnte kein Franzose aussprechen, darum benannten sich seine Vorfahren um in "Eiffel".

http://de.wikipedia.org/wiki/Gustave_Eiffel

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Bei Überschallgeschwindigkeit können die Schallwellen nicht schnell genug in Bewegungsrichtung des Flugzeugs (oder was auch immer...) entkommen und addieren sich darum zu einer kegelförmigen Stoßwelle, die man als Überschallknall wahrnimmt, wenn der Schallkegel an einem vorbeizieht.

Etwas Ähnliches gibt es auch bei Bewegung mit Überlichtgeschwindigkeit. Die Vakuumlichtgeschwindigkeit ist zwar die maximale Geschwindigkeit für alle Teilchen, die Masse besitzen (genauer: eine Ruhemasse) - aber in einem Medium ist die Lichtgeschwindigkeit geringer, so dass die Teilchen durchaus Überlichtgeschwindigkeit erreichen können, ohne dabei schneller als die Vakuumlichtgeschwindigkeit zu sein. Beispielsweise radioaktive Strahlungsquellen senden schnelle Elektronen aus (= Beta-Teilchen), die das umgebende Medium polarisieren und zur Aussendung elektromagnetischer Strahlung bringen (da beschleunigte Ladungen Strahlung aussenden). Normalerweise hebt sich diese Strahlung durch gegenseitige Interferenz auf. Wenn nun die Elektronen überlichtschnell sind, entsteht wie beim Schall eine kegelförmige Stoßwelle - man sieht ein blaues Licht, die sogenannte Tscherenkow-Strahlung, z.B. im Kernkraftwerk bei radioaktiven Brennelementen im Wasser des Abklingbeckens.

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So wie anderes Gestein enthält auch Kohle radioaktive Elemente, vor allem Radium und Thorium. So kommt es dazu, dass ein Kohlekraftwerk mit seinen Abgasen mehr Radioaktivität emittiert als ein (modernes westliches) Kernkraftwerk.

Kohle aus einem Tagebau erzeugt nicht nur bei der Verbrennung Kohlendioxid. Bei der CO2-Bilanz muss man auch berücksichtigen, dass Kohle auch ohne Flamme beim Kontakt mit Sauerstoff oxidiert; so erzeugt ein Tagebau mit seiner freiliegenden Kohle und dem etwas kohlehaltigen Abraum nennenswerte Mengen Kohlendioxid.

Kohle kommt in Sedimenten vor, welche eine nur geringe Festigkeit haben. Deshalb brechen ausgekohlte Flöze schnell zusammen; an der Erdoberfläche kommt es dann punktuell zu Bergschäden und insgesamt zu einer Bergsenkung. Teile des Ruhrgebiets haben sich durch den Bergbau um 25m gesenkt (Vergleich: einige Bereiche des Ruhrgebiets liegen nur 15m über dem Meeresspiegel). Dadurch gibt es Probleme mit dem Wasser - die Mündung der Emscher musste rheinabwärts verlegt werden, damit das Wasser abfließt, zudem müssen manche Bereiche dauerhaft mit Pumpen entwässert werden ("Ewigkeitskosten").

http://www.sw-unna.de/fachbegriffe/radioaktivitaet.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Bergschaden

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Zahlen rundet man normalerweise, indem man bei Dezimalstellen kleiner als 0,5 abrundet und ab 0,5 aufrundet. Auf dem Computer kann man das am einfachsten implementieren, indem man zur Zahl 0,5 dazuaddiert und anschließend die Dezimalstellen einfach weglässt.

Wegen der Fehlerfortpflanzung ist eine etwas andere Art der Rundung vorteilhafter: Unter 0,5 wird wie gehabt abgerundet und über 0,5 aufgerundet, aber bei exakt 0,5 wird auf die nächste gerade Zahl gerundet, statt prinzipiell aufzurunden. (Diese Technik wurde in der DDR in der Schule gelehrt, nicht jedoch in der BRD.)

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Wegen der Rayleigh-Streuung an Luftmolekülen, die auch den Himmel blau aussehen lässt (die blauen Anteile des Sonnenlichts erreichen uns nicht nur direkt, sondern werden auch stark in die Atmosphäre gestreut), hat Luft für UV-Strahlung eine deutlich höhere Albedo (= Rückstrahlvermögen einer nicht spiegelnden Oberfläche) als der Erdboden - ca. 20% statt 3%. Darum ist bei gleicher Meereshöhe die UV-Strahlung stärker, wenn man sich in der Luft (z.B. in einem Flugzeug) befindet, als wenn man auf einem Berg steht.

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Ein Detektorradio ist ein einfaches Radio zum Empfang von AM-Sendern, das ohne eigene Stromquelle auskommt, weil es seine Energie komplett aus den empfangenen Wellen bezieht. In den Anfangszeiten des Rundfunks war es weit verbreitet. Zur Gleichrichtung erfordert es eine Diode - darum hatten die Detektorradios früher einen Kristall (z.B. Bleiglanz oder Pyrit), der durch seine Zusammensetzung (Elemente in der Mitte des Periodensystems) und natürlichen Verunreinigungen wie ein natürliches Halbleiter-Bauteil aufgebaut ist; die Verunreinigungen entsprechen der Dotierung. Man muss lediglich geeignete Kontaktstellen suchen, wo der Kristall wie eine Diode wirkt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Detektor-Empf%C3%A4nger

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Der Begriff "Arktis" für das Gebiet rund um den Nordpol (genauer: nördlich des nördlichen Polarkreises, d.h. dort, wo Mitternachtssonne und Polarnacht vorkommen) kommt vom Sternbild Großer Bär (griech. árktos = Bär), welches in der Nähe des Himmelsnordpols (= der Punkt, um den sich scheinbar alle Sterne drehen) steht und deshalb im Norden zu sehen ist.
Das Gegenstück dazu ist die "Antarktis", also "Anti-Arktis".