Erfahrungen mit Digitalkameras

Generelles

Was kann man von einer Profi-Kamera erwarten?

Mache ich mit einer Profi-Kamera bessere Fotos? Ausprobieren ist schwierig; man wird wohl kaum einen vierstelligen Betrag ausgeben, wenn man sich nicht sicher ist, ob es sich lohnt. Und „mal eben“ eine Ausrüstung ausleihen ist auch nicht sehr vielsagend, weil man erst lernen muss, damit umzugehen, die Eigenheiten und Features zu verstehen und die Möglichkeiten zu nutzen. Aber was kann man prinzipiell erwarten?

Fazit: Ich habe den Eindruck, mit Profi-Ausrüstung macht ein Spontan-Knipser im Normalfall keine besseren Bilder – außer, seine vorherige Ausrüstung ist wirklich schlecht. Merkbar wird der Unterschied erst bei schwierigen Verhältnissen; dann ist es auch mit Profi-Ausrüstung schwierig, aber die Grenze ist weiter weg. Man könnte vielleicht sagen: Die Bilder werden mit Profi-Ausrüstung nicht besser, aber schlechte werden weniger schlecht.

Aber was unterscheidet dann einen Amateur von einem Profi-Fotografen?

Fazit: Ein Profi nutzt mehr Gestaltungsmöglichkeiten; Amateurkameras bieten ihm oft einfach nicht die entsprechenden Features. Aber das ermöglicht nur interessantere Kompositionen, nicht aber prinzipiell technisch bessere Fotos. Für diese braucht man vor allem Sorgfalt und viel Zeit – wenn eine Kamera beispielsweise eine höhere Schärfe bietet, muss der Fotograf auch die Linsen stets sauber halten und mit Stativ fotografieren, weil kleinste Verwacklungen und auch Rauschen durch eine zu hohe Empfindlichkeit sichtbar würden. Und das dürfte der Hauptunterschied sein: Profis machen dies effizient, sie nehmen sich ausreichend Zeit, aber nutzen diese so, dass das Ergebnis besser wird als es ein Anfänger mit der besten Ausrüstung je könnte.

Entscheidungsfindung

Panasonic Lumix GF6 (Stand: Anfang 2014)

Obwohl die Sony NEX-5H eine gute Kamera ist, war sie mir zu umständlich; letztendlich hatte ich oft zwei Kameras dabei, die kompakte für Schnappschüsse, und die Systemkamera für gute Fotos. Der Aufwand kam daher, dass die Kamera mit dem riesigen Superzoom-Objektiv nicht gerade kompakt ist; ich muss sie aus der Fototasche holen, den Objektivdeckel entfernen, fotografieren, und dann wieder alles wegpacken. Die Kompaktkamera ziehe ich einfach aus der Tasche, muss keinen Objektivdeckel entfernen, und kann das alles mit einer Hand tun, selbst das Zoomen. Das sind Luxusprobleme, aber wenn man wenig Zeit hat, ist das genau der Unterschied, ob man das Foto macht oder es bleiben lässt.

Kaufkriterien

Die grundsätzlichen Kriterien haben sich gegenüber meinen vorigen Kameras nicht geändert:

Das Micro-Four-Thirds-System ist nicht grundlegend besser als das Sony-NEX-System, um einen Umstieg zu rechtfertigen. Allerdings kamen ein paar Dinge zusammen:

Und dann gab es noch ein paar weitere Kleinigkeiten, die mir den Umstieg erleichtert haben. Zum Beispiel konnte ich mich mit der Menüstruktur und ein paar Eigenheiten Sony-Firmware nie so richtig anfreunden. Beispielsweise konnte man HDR-Aufnahmen nicht mit Selbstauslöser machen (was gerade hier wichtig wäre, um die Kamera ruhig zu halten). Auch der Aufschraub-Blitz hat genervt; einerseits wollte ich den Blitz immer dabeihaben (auch wenn man ihn nur selten benutzt), andererseits ist er ziemlich fragil. Die GF6 hat dagegen einen eingebauten Ausklappblitz, der bei Nichtbenutzung vollständig verschwindet und nicht stört. (Und es gibt zwar keinen Blitzschuh, aber Drahtlosblitze können angesteuert und der interne Blitz deaktiviert werden.)

Erfahrungen

Am Anfang war ich skeptisch, ob der kleinere Sensor nicht wieder ein leichter Rückschritt in der Bildqualität bedeutet. Aber im Gegenteil, die Fotos sind unglaublich scharf, auch die Lichtempfindlichkeit erscheint mir ähnlich – die GF6 war eine der besten Kaufentscheidungen, die ich je gemacht habe. Ein kompakteres Maß, und gleichzeitig bessere Fotos als bei der Sony NEX-5 (diese allerdings mit Superzoom, das muss man berücksichtigen).

Zubehör

Siehe: meine Micro-Four-Thirds-Foto-Ausrüstung.

Sony NEX-5H (Stand: Ende 2010)

Meine Panasonic DMC-LX2 ist zwar nach wie vor eine gute Kamera, aber bei schwachem Licht stößt sie an ihre Grenzen, das Rauschen ist unübersehbar (beziehungsweise die durch die Rauschunterdrückung verwaschenen Details). Zudem ist das Vierfach-Zoom halt doch etwas wenig. Somit ist sie in der Oberklasse der Kompaktkameras, aber Spiegelreflex-Kameras, die mehr bieten, sind gleich deutlich größer und schwerer. Warum Digitalkameras einen Spiegel brauchen, habe ich nie verstanden, schließlich sieht man auf dem Display viel besser, wie das Bild aussehen wird, da beispielsweise der Weißabgleich gleich mit kontrolliert werden kann. Und so war ich froh, als endlich die ersten Kameras der EVIL-Kategorie auf den Markt kamen, denn darauf hatte ich Jahre gewartet.

Kaufkriterien

Der Micro-Four-Thirds-Standard von Panasonic und Olympus war sehr vielversprechend; die ersten Kameras waren dann allerdings noch optisch zu sehr an Spiegelreflex-Kisten angelehnt, nämlich sperriger und schwerer als nötig, außerdem waren die ersten Objektive noch unbefriedigend. Ich will die Kamera möglichst oft mitnehmen und schnell einsatzbereit haben, und daher ein Superzoom-Objektiv. Das kostet zwar Lichtstärke und Gewicht, aber wenn der Sensor ausreichend groß ist und man sich die Mitnahme mehrerer Wechselobjektive spart, lohnt sich das. So war meine Entscheidung schon fast für eine Micro-Four-Thirds-Kamera gefallen, als Sony – wie üblich – mit einem eigenen Standard auf den Markt kam. Die NEX-5 hat einen noch größeren Sensor als die Micro-Four-Thirds-Kameras und hat gleichzeitig einen noch kompakteren und leichteren Body; und nachdem ich keine Objektive habe, die ich weiterverwenden will, und sowieso nur ein Superzoom-Objektiv haben will, kann mir der Standard egal sein. Nachdem die Bildqualität der NEX-5 überall durchweg gelobt wurde, habe ich sie mir dann gekauft, zusammen mit dem 18–200-mm-Objektiv (entspricht Kleinbild-Brennweiten von 27 mm bis 300 mm).

Erfahrungen

Vorteile

Nachteile

Panasonic Lumix DMC-LX2 (Stand: Ende 2008)

2008 war wieder eine neue Kamera fällig; die Casio (s.u.) ist mir durch einen Unfall kaputt gegangen; aber sie wurde sowieso schon altersschwach – nicht alle Kontakte funktionierten mehr so, wie sie sollten, und die ersten Plastikteile begannen zu brechen. Trotzdem hat sie immer noch konkurrenzfähige Bilder gemacht, so dass es nicht leicht war, einen Nachfolger zu finden, der keine schlechtere Qualität liefert. Mit der Panasonic Lumix DMC-LX2 dürfte mir das gelungen sein.

Kaufkriterien

Erfahrungen

Vorteile

Nachteile

Pentax Optio W60 (Stand: Mitte 2008)

Kaufkriterien

Vorteile

Nachteile

Casio QV-3000EX/Ir (Stand: 2002)

Kaufkriterien

Vorteile

Nachteile

Stromspartipps

Erfahrungen mit dem Unterwassergehäuse

Von ewa-marine gibt es ein Unterwassergehäuse, das zur QV-3000 passt: das Modell „D-AM“, es kostet rund 50 Euro.

Meine Erfahrungen: